Posts Tagged ‘USA’

Der Mehrwert des Rassismus

Samstag, Februar 11th, 2012

Aus der Debatte um den republikanischen Antikriegskandidaten Ron Paul und die von ihm zwar nicht selbst verfassten, aber mit seinem Namen versehenen Newsletter aus der Zeit zwischen 1989 und 1994 hebt sich vor allem ein Text der liberalen Zeitschrift reason positiv hervor. Im Unterschied zu den interessierten Skandalartikeln von Neokonservativen und jenes kleinen Kreises linker Bellizisten, den es bedauerlicherweise auch in den USA gibt, spricht er nämlich ehrlich aus, wie nicht nur Dr. Pauls Ghostwriter vor 20 Jahren, sondern ein Großteil der gesamten Republikanischen Partei bis heute tickt. Um es gleich vorwegzunehmen: es geht darum, dass Rassismus in den letzten Jahrzehnten für einen systematischen Angriff auf den Sozialstaat instrumentalisiert wurde, indem man stets aufs Neue das Ressentiment der „Rednecks“ – der sich über ihre Hautfarbe identifizierenden Mitglieder der weißen Arbeiterschaft des Südens – gegen die afroamerikanische Unterschicht mobilisierte. „Die Ordnung“, ließ sich etwa einer der Newsletter von Ron Paul & Associates im Jahr nach den Rodney King Riots von 1992 vernehmen, „wurde in L.A. erst wiederhergestellt, als es für die Schwarzen Zeit wurde, ihre Wohlfahrtsschecks abzuholen.“ Die Autoren Julian Sanchez und David Weigel von reason situieren diesen Rassismus in einem größeren strategischen Kontext: (mehr …)

Corporate Media and the Election Scam

Freitag, Februar 3rd, 2012

Mmh, was passiert eigentlich, wenn ein Präsidentschaftskandidat in den amerikanischen Vorwahlen Stellung gegen Krieg, Folter und Imperialismus bezieht und damit erstaunlich großen Zuspruch von den registrierten Wähler_innen seiner Partei erhält? Mmh, mal überlegen… Das hier?

Immortal Technique — The 4th Branch

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Rap, nicht Antilopenscheiße.

Christians project their terror affinity on Muslims

Donnerstag, August 4th, 2011

According to the poll, 89% of Muslim Americans say there is never a justification for attacks on civilians, compared to 79% of Mormon Americans, 75% of Jewish Americans, and 71% of Protestant and Catholic Americans. […] Despite this surprisingly high Muslim opposition to attacks against civilians, most Americans of other faiths, according to the poll, feel Muslim Americans do not speak out often enough against terrorism.

(Ha’aretz, 2 Aug 2011.)

Missionaries of Hate: Uganda, „Kill the Gays“ und die christliche US-Rechte

Dienstag, Mai 10th, 2011

In den nächsten 48 Stunden könnte die Entscheidung über die sog. „Kill the Gays“ Bill fallen, ein Gesetzentwurf in Uganda, der lebenslange Haft für einfache und die Einführung der Todesstrafe für „erschwerte“ Homosexualität vorsieht. Eine Online-Petition, die bereits 300.000 Menschen unterzeichnet haben, fordert Präsident Yoweri Museveni auf, sein Veto gegen das Gesetz einzulegen. (Wäre schön, wenn du das auch unterschreibst!)

Der folgende Dokumentarfilm beleuchtet auf 45 Minuten die Hintergründe des Gesetzes und die Verstrickung US-amerikanischer Fundamentalisten – jener Missionaries of Hate, die dem Film den Titel gaben – in die Verbreitung einer fanatischen, religiös ideologisierten Form von Homophobie in Afrika.

Gender Policing and Transphobia

Mittwoch, Mai 4th, 2011

via wendy

Anti-Muslim Witch-Hunt in Orange County (California)

Dienstag, März 8th, 2011

Islamophobiker wie wir:

Die RIM im Wandel der Zeiten

Sonntag, Januar 2nd, 2011

Programm der maoistischen RCP-USA vom 1. Mai 1981:

As for homosexuality, this too, is perpetuated and fostered by the decay of capitalism, especially as it sinks into deeper crisis. This is particularly the case because of the distorted, oppressive man-woman relations capitalism promotes. Once the proletariat is in power, no one will be discriminated against in jobs, housing and the like merely on the basis of being a homosexual. But at the same time education will be conducted through out society on the ideology behind homosexuality and its material roots in exploiting society, and struggle will be waged to eliminate it and reform homosexuals.

Programmentwurf der RCP-USA vom 1. Mai 2001:

The revolutionary proletariat is staunchly opposed to the attacks on homosexuality by reactionary forces such as religious fundamentalists, and to all physical assaults on, discrimination against, and government repression of homosexuals, which is so widespread and vicious in the U.S. today. In the new society, discrimination against homosexuals will be outlawed and struggled against in every sphere of society, including personal and family relations.

Karl Marx, „Thesen über Feuerbach“, 1845 (redigierte Fassung von 1888):

Die materialistische Lehre, daß die Menschen Produkte der Umstände und der Erziehung, veränderte Menschen also Produkte anderer Umstände und geänderter Erziehung sind, vergißt, daß die Umstände eben von den Menschen verändert werden und daß der Erzieher selbst erzogen werden muß. Sie kommt daher mit Notwendigkeit dahin, die Gesellschaft in zwei Teile zu sondern, von denen der eine über der Gesellschaft erhaben ist.

Wie kann man nur Afghane sein? Eine US-Studie impft Soldaten gegen die paschtunische „Homosexuellen“-Kultur

Dienstag, August 31st, 2010

Eine von Fox News im Januar 2010 vorgestellte Forschungsstudie des US-Militärs thematisiert zum ersten Mal das notorisch homophobe Verhalten amerikanischer Soldaten gegenüber afghanischen Männern. Im Zentrum steht jedoch, wie zu erwarten, nicht die kritischen Reflexion eigener gesellschaft­licher Normen, sondern die Aufforderung an die Soldaten, „eine wichtige soziale Kraft, die der paschtunischen Kultur zugrundeliegt“, richtig zu verstehen und entsprechend exotistisch einzuordnen.

The study, obtained by Fox News, found that Pashtun men commonly have sex with other men, admire other men physically, have sexual relationships with boys and shun women both socially and sexually — yet they completely reject the label of „homo­sexual.“

Nicht dass die US-amerikanischen Soldaten „homo“ und „gay“ als Beleidi­gungen einführen, um die männliche afghanische Bevölkerung nach den Kategorien von „normal“ und „anormal“ durchzusortieren, sondern dass sich paschtunische Männer allen Ernstes weigern, sich mit diesen Beleidigungen positiv zu identifizieren, stellt für die Studie (oder zumindest Fox News) das eigentlich Bemerkenswerte dar. So wird der Schwarze Peter für die homo­phoben Ausflipper amerikanischer Soldaten einfach an die afghanische Gesell­schaft weitergegeben. (mehr …)

U.S. Soldiers Teaching Homophobia in Afghanistan

Sonntag, August 29th, 2010

Requires no comment …

OT: „Pashtun translator Flirts with American soldiers LOL“