Michael Hein­rich zu den struk­tu­rel­len Ursa­chen der aktu­el­len Finanz­krise (erschie­nen als Inter­view in: ana­lyse & kri­tik 551, 18.6.2010):

In den letz­ten 20 bis 30 Jah­ren spiel­ten bei den Kri­sen die Finanz­märkte eine beson­ders wich­tige Rolle. Dies hat damit zu tun, dass die Finanz­märkte im "Post­for­dis­mus", der mit der Welt­wirt­schafts­krise von 1974/75 ein­ge­läu­tet wurde, immens ange­wach­sen sind. […] Die Dere­gu­lie­rung ver­schaffte den Finanz­märk­ten ihre wahn­sin­nige Beweg­lich­keit und die Mög­lich­keit, immer neue "Finanz­pro­dukte" zu schaf­fen. Das rie­sige Wachs­tum der Finanz­märkte hat aber mit gewal­ti­gen Umver­tei­lungs­pro­zes­sen, letzt­lich mit einem enorm erfolg­rei­chen Klas­sen­kampf des besit­zen­den Bür­ger­tums zu tun. Diese Umver­tei­lung fand vor allem auf zwei Ebe­nen statt. (Click here to continue…)