Posts Tagged ‘sex’

Sex, Lügen und Huntington

Donnerstag, August 12th, 2010

Einen Hoax, d.h. Schwindel, aufzudecken, bedarf es manchmal nicht mehr als einer gründlichen Überprüfung der Fußnoten. Der Blogger Abdel Kader hat das kürzlich anhand eines 2002 in der Zeitschrift „Bahamas“ erstveröffentlichten und 2007 im Ça-ira-Verlag nachgedruckten Artikels von Natascha Wilting demonstriert: Für ihre frei erfundene Behauptung, muslimische Jungen würden bis zum achten Lebensjahr an der Brust ihrer Mutter gestillt (weshalb sie „das größte psychopathologische Kollektiv“ formten, „das die Welt bis jetzt gesehen hat“), suchte sich die Autorin, nachdem sie dafür mehrfach öffentlich verspottet worden war, einfach eine falsche Quelle.

Gerhard Scheit und Natascha Wilting

Eine rassistische Lüge macht unter "antideutschen" Autoren die Runde: Natascha Wilting in einer Fußnote von Gerhard Scheits "Suicide Attack".

Ein ähnlicher Hoax lässt sich, neben zahlreichen Plagiaten, aber auch in Thomas Mauls „Ahmadinedschad in New York“ finden – ein Aufsatz, der fast die gleiche Publikationskarriere hinter sich hat wie Wiltings „Psychopathologie des Islam“: erstmals 2008 in der BaHamas erschienen, um zwei Jahre später bei Ça ira als siebtes Kapitel seiner Monographie Sex, Djihad und Despotie ein kleines Comeback zu feiern. Und genau wie Wilting scheut auch Maul nicht davor zurück, seine Quellen zu fälschen, wenn es darum geht, rassistische Vorstellungen über den Anderen zu untermauern. So heißt es an entsprechender Stelle:

Zu dieser prekären Zwangshomosexualität [in islamischen Gesell­schaften] schreibt [der schwule Exiliraner Ali] Mahdjoubi: „Es war die Hölle.“1

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  1. Thomas Maul, Sex, Djihad und Despotie (Freiburg: ça ira, 2010), 165. []

Suspendierung

Montag, März 22nd, 2010

Kirche greift endlich konsequent durch – gegen einvernehmlichen Erwachsenen-Sex!

Jesus never hugged!

Donnerstag, Februar 25th, 2010

Immer wieder ein Faszinosum: die evangelikale Szene in den USA. Im folgenden Youtube-Video wirbt eine religiöse Hiphop-Band für den „Christian side hug“ als Ersatz für die frontale Umarmung (front hug), die man offenbar als furchterregende Gefahr für das Ziel sexueller Enthaltsamkeit betrachtet. Wobei „wirbt“ vielleicht das falsche Wort ist: wer nicht pariert, dem wird ein Schlag ins Koma angedroht…

Wie schon bei der konservativen Teabagger-Bewegung ist man sich vielleicht nicht ganz der Doppeldeutigkeit von Sätzen wie „I’m a rough rider“ bewusst … just saying. 😉

Gefunden hab ich das übrigens bei meinem Lieblings-Vlogger Ray William Johnson, der sich im selben Beitrag auch den republikanischen Senator Chris Buttars vornimmt. (O-Ton Buttars: „I don’t mind gays … but I don’t want them stuffing it down my throat all the time … and certainly in my kid’s face!“) 😀

Und wer noch nicht genug hat: in der aktuellen Folge widmet sich Ray den Äußerungen einer konservativen Kongress-Abgeordneten, die sich öffentlich in pornographischen Phantasien verliert, nur um zu beweisen, dass die Praktik des Analverkehrs für sie nicht in Frage komme, daher irgendwie „nicht normal“ sei und es rechtfertige, gleichgeschlechtliche Paare gegenüber der Heterosexuellen-Ehe zu benachteiligen. Eine Lücke in der Argumentationskette? Hey, das ist eine gottesfürchtige Frau, was erwartet ihr!

Through righteous lenses

Sonntag, Januar 3rd, 2010

Differents views on sex & gender
(via open salon)

Sexual Hypocrisy and the Religious Right

Donnerstag, November 19th, 2009

Max Blumenthal on „Republican Gomorrha“: