Archiv für das 'Orientalismus'-tag

Der Westen und der Orientalismus der Sexualität (Interview)

Zur Vertiefung siehe den Essay “Re-Orienting Desire: The Gay International and the Arab World”. Eine Kritik des auf diesem Essay basierenden Buchs, Desiring Arabs, findet sich auf den Seiten der Feminist Review. Nachfolgend ein Gespräch mit dem Autor Joseph Massad. Interview: Ernesto Pagano. Unautorisierte Übersetzung: /me.

Homosexuelle in der arabischen Welt? Sie wurden vom Westen „erfunden“. In seinem Buch Desiring Arabs versucht Joseph Massad, ein Jordanier palästinensischer Herkunft und Assoziierter Professor an der Columbia-Universität, dem Prozess nachzugehen, durch den die in den USA entstandene Schwulenbewegung in einer homosexuellen Identität resultierte und sich mühte, sie jenen Arabern aufzudrängen, die Beziehungen mit Personen ihres eigenen Geschlechts unterhalten. Ein Prozess, der laut Massad den Geleisen des westlichen Imperialismus folgt. [...] (Click here to continue...)

Der Orientalismus der (Homo)Sexualität

Veranstaltungshinweis zum CSD – oder wie es jetzt heißt: “Gay Pride” – in Köln:

Der von Edward Said 1978 geprägte Begriff „Orientalismus“ bezeichnet den eurozentrischen westlichen Blick auf den Orient bzw. die arabische Welt. Sein Werk ist ein wichtiger Beitrag für die aktuelle postkoloniale Wissenschaft und zeigt, wie sehr der Blick auf den Orient von kolonialistischen Annahmen geprägt ist. So werden heute sexuelle Pressionen in islamischen Staaten oft zur Unterstützung einer Argumentation benutzt, die Muslime als „rückständig“ darstellt. Diese Wahrnehmung ist auch charakteristisch für die hiesigen politischen Reaktionen auf die Verfolgung iranischer Männer, die Sex mit Männern haben. Statt daraus ein Argument für die Liberalisierung des Asylrechts zu machen, wird häufig eine Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes gefordert, um „das Vormoderne aus dem Westen auszusperren“. Entsprechend müssen lesbische und schwule Flüchtlinge weiter mit ihrer Ausweisung rechnen, während gleichzeitig überlegt wird, die Toleranz gegenüber homosexuellen Lebensweisen zur Voraussetzung einer Einbürgerung nach Deutschland zu machen.

Vortrag und Diskussion mit Georg Klauda, Berliner Soziologe und Autor des Buchs Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und Heteronormalisierung der islamischen Welt (Hamburg: Männerschwarm, 2008).

Zeit: Do., 24. Juni 2010, 19:30 Uhr.
Ort: RUBICON Köln, Rubensstraße 8-10.

Edward Said on Orientalism – Then and Now


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