Posts Tagged ‘iran’

Der „Irre“ von Teheran …

Mittwoch, Februar 29th, 2012

… verübt einen islamistischen Anschlag auf die Nürnberger Rostbratwurst!

Ahmadinejad
Die Online-Ausgabe der BILD-Zeitung weiß Genaueres:

Nürnberger Fleischer warnen vor teureren Bratwürsten, weil die Preise für die als Wursthülle gebrauchten Schafsdärme steigen. Der Iran ist einer der wich­tigs­ten Lie­fe­ran­ten – doch wegen Sank­tio­nen und dem da­durch sin­ken­den Le­bens­stan­dard wer­den dort immer we­ni­ger Scha­fe ge­schlach­tet. Der Preis für 90 Meter Schafs­darm (reicht für 1000 Würs­te) stieg in 18 Mo­na­ten von 6,30 auf 17,20 Euro!

Jetzt verlangen diese fanatischen Preistreiber also tatsächlich 1 Cent mehr pro Wurst!

Ahmad Ghazali (gest. 1126 n.u.Z.) — Aphorismen über die Liebe

Dienstag, Mai 10th, 2011

„O mein Geliebter“, sagte ich, „nun zeige dich,
Enthülle deine Schönheit und beschenke mich!“
Er sprach: „Sei vorsichtig, mein Freund, und hüte dich,
Denn diese Liebe zieht den Dolch und tötet sich.“

***

Die Liebe ist ein Menschenfresser, sie frisst den Menschen mit Haut und Haaren, und wenn sie ihn frisst, wird sie Herr im Lande und übernimmt die Herrschaft. Sie frisst sogar, wenn die Schönheit sich vollendet, die Fremdheit des Geliebten, aber das geschieht erst sehr spät. (mehr …)

Homophober Moslem, toleranter Westen? – Die siebziger Jahre

Mittwoch, März 2nd, 2011

Schah verteidigt Menschenrechte — Nach Übergriffen der Teheraner Polizei gegen schwule Touristen stellt sich Schah Reza Pahlewi einem Interview mit [dem BRD-Schwulenmagazin] Du&Ich: «Ich höre zum ersten Mal, dass Homosexuelle in meinem Land misshandelt würden. Das sind Verleumdungen, lauter Lügen. In meinem Land sind Homosexuelle freie Menschen, genauso frei wie alle anderen. Das kann ich Ihnen versichern.» Nur die Jugend müsse geschützt werden. In Marokko etwa «gibt es regelrechte Bordelle, in denen Knaben angeboten werden, und so etwas werden Sie in meinem Land niemals finden». Iran habe die schönsten jungen Männer der Welt. Er persönlich setze sich dafür ein, dass deren soziale Situation sichergestellt sei. […] (Du&Ich 6/74)1

Nixon sucht Kammerjäger — Die Washington Post berichtet, dass der zurückgetretene US-Präsident Richard Nixon offensichtlich eine tiefe Abneigung gegenüber Homosexuellen hegt. Auf einem der Überwachungs­bänder, das nach der Watergate-Affäre freigegeben wurde, ist folgende Äußerung enthalten: «Homosexuelle sind wie Ratten. Ich frage mich, warum es keine Rattenvertilgungs­mittel für Schwule gibt?» (Du&Ich 10/74)2

Veranstaltungshinweis:
Mi, 16. März ’11, 19:00 Uhr
SALZBURG
«Homophober Moslem, toleranter Westen?»
Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
Rudolfskai 42, Hörsaal 381.
Veranstalter: GRAS Salzburg

  1. Dietmar Kreutzer, Die Chronik der Schwulen: Die siebziger Jahre. Hamburg: Männerschwarm-Verlag, 2007. S. 53. []
  2. Ebd., S. 56. []

Being gay in everyday Iran

Mittwoch, Juli 21st, 2010

Couscous Global wirft einen Blick auf die unspektakulären Aspekte schwulen Lebens im Iran – ein Kontrapunkt zu der häufig bloß sensationsheischenden Berichterstattung in zahlreichen westlichen Medien:

The Heteronormative Power of the European Gaze

Montag, Mai 3rd, 2010

Nepali Men Holding Hands

„The anger at European readings of Iranian social and sexual mores began to reconfigure structures of desire by introducing a demarcation to distinguish homosociality from homosexuality. Iranians began to find themselves ‚explaining‘ to European visitors that at least some of the practices that the latter read as homosexuality, such as men holding hands, embracing, and kissing each other in public, were not so: the Europeans were misreading homosociality for homosexuality. Disavowal of homosexuality out of homosociality — a cultural work that has continued into the present — set in motion two seemingly contradictory, yet in fact enabling, dynamics. It marked homosociality as devoid of sexuality, thus making homosexuality ‚homeless,‘ endangered because denied. At the same time, by insisting on that exclusion, it provided homosexuality a homosocial home for masquerade. […] Naming through denial and disavowal was productive through negation: ‚What you see is not how you name it and categorize it‘ produces a particular it as a distinct form of desire. Formation of homosexuality through denial and disavowal becomes its condition of possibility and reproducibility. The denial of any overlap between the now separate domains of homosociality and homosexuality paradoxically provides a shelter, a masqueraded home, for homosexuality. We can continue to hold each other’s hand in public because we have declared it to be a sign of homosociality that is void of sexuality.“

Arab Men Rubbing Noses

Denial and disavowal was only one response to coming under the European gaze. Dissimulation and ‚cross-representation‘ was another: the disappearance of the male beloved from visual representation, like his disappearance from love poetry in the same period, may have been an alternative resolution to the moral and cultural challenges posed by European judgments. As ‚another gaze‘ entered the scene of desire, as if an intruder had entered one’s private chamber, the scene of homoerotic desire had to be disguised.“

Afsaneh Najmabadi, Women with Mustaches and Men without Beards: Gender and Sexual Anxieties of Iranian Modernity (Berkeley: University of California Press, 2005), 38.

Das „Wissen des Richters“: Im Iran droht 12 Jugendlichen der Tod für schwulen Sex

Montag, Dezember 21st, 2009

In einem hervorragend recherchierten Artikel hat der amerikanische Journalist Doug Ireland in der New Yorker Zeitung Gay City News auf das aktuelle Schicksal von zwölf iranischen Jugendlichen aufmerksam gemacht, denen wegen (angeblicher) sexueller Betätigung mit anderen Jungen die Hinrichtung droht. Wer dagegen protestieren will, kann dieses E-Mail-Formular benutzen! Hier eine auszugsweise Übersetzung, um die wichtigsten Hintergründe dieser Fälle zu beleuchten:

Zehn junge iranische Männer, davon acht Teenager, warten gegenwärtig auf eine Hinrichtung wegen mann-männlichen Analverkehrs [im Folgenden, entsprechend dem amerikanischen Sprachgebrauch, „Sodomie“ genannt], und gegen zwei weitere wird auf Basis des gleichen Vorwurfs neu verhandelt.

(mehr …)

Sei ein Mann. Schick uns dein Bild als Frau.

Montag, Dezember 21st, 2009

„Ein verhafteter Demonstrant [mit Namen Majid] wird in Frauenkleidern fotografiert, um ihn zu verhöhnen. Die Männer der [iranischen] Opposition lassen das nicht auf sich sitzen – und verschleiern sich“ (der Freitag).

Wundersame Totenvermehrung

Mittwoch, November 11th, 2009

Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen wurden seit der islamistischen Machtergreifung im Jahre 1979 im Iran etwa 6.000 männliche Homosexuelle hingerichtet.

… schreibt das als rechtskonservative Konkurrenz zu Hagalil von dem Naziaussteiger Jörg Fischer gegründete „Nachrichtenmagazin“ haOlam. Eine Quelle nennt es dafür freilich nicht. Das wäre auch schwer möglich, da haOlam die erste Internetseite ist, die diese Phantasiezahl in Umlauf setzt. Zwar ist in diversen Internet-Nachrichtendiensten schon seit mehr als zehn Jahren von „vermutlich“ 4.000 durch die Mullahs hingerichteten iranischen Schwulen die Rede. Allerdings hat auch hier bisher noch keine einzige dieser Seiten eine seriöse Menschenrechtsorganisation herbeizitieren können, die diese abwegige Schätzung tatsächlich unterschreibt.

Online-Redakteure – die meisten davon wie Fischer ohne jede journalistische Qualifikation – hindert das allerdings nicht daran, diese Zahl wenigstens gegenseitig so lange voneinander abzupinseln, bis sie zu einer Art „known truth“ geworden ist. Dass Fischer sie trotzdem noch einmal um 50% aufstockt, weil ihm 4.000 unbelegte Fälle noch nicht hoch genug erscheinen, ist jedoch der Gipfel eines nach Aufsehen gierenden Lumpenjournalismus, der statt kritischer Analyse nur noch publizistische Schockeffekte zu erzielen versucht.

Das ändert freilich nichts an der Tatsache, dass Menschenrechts­organisationen unter Mahmud Ahmadinedschad tatsächlich einen drastischen Anstieg der Hinrichtungen wegen lavāt (Analverkehr zwischen Männern) registrieren. So fiel beispielsweise der letzte Fall einer Exekution wegen lavāt vor der faktischen Machtübernahme der Revolutionsgarden im Jahr 2005 auf das Jahr 1995, als Mehdi Barazandeh, ein bekannter Derwisch und Mystiker, wegen Ehebruchs und mann-männlichen Beischlafs zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde. (mehr …)

links for 2009-11-09

Dienstag, November 10th, 2009

Finden Sie den Unterschied!

Donnerstag, September 17th, 2009

Plakat alte Version:
Plakat Iran-Aktionstag Bremen (Version 1)

Plakat neue Version:
Plakat Iran-Aktionstag Bremen

LOL, was das Einstampfen wohl gekostet hat?

(Zu finden auf Teheran ist Bremen)