Ausgerechnet in der Jungle World ist diese Woche eines der interessanteren Interviews mit Judith Butler zum Thema Homonationalismus erschienen. „Ausgerechnet“ deshalb, weil die Jungle World als antideutsche — oder sollten wir nicht vielmehr sagen: „islamkritische“ — Zeitung pikanterweise viele der von Butler kritisierten Positionen selbst vertritt. Das zeigt zugleich die verkürzte Perspektive des Begriffes „Homonationalismus“, sofern dieser allein auf Diskurse innerhalb der lesbisch-schwulen Szene bezogen wird, da auch ein beflissener Teil der deutschen Mehrheitsgesellschaft das Thema Homophobie seit Jahren zur Reformulierung rassistischer Grenzziehungen nutzt — ungeachtet der Tatsache, dass auch er nicht davon lassen kann, immer wieder auf homo– und transphobe Bilder zurückzugreifen. (Click here to continue…)




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