Posts Tagged ‘hamburg’

Torte ins Gesicht

Montag, März 25th, 2013

Kleiner Schlagabtausch über den Poststrukturalismus

intros via audioarchiv (Zusammenschnitt)

Civilizing Mission in Wilhelmsburg

Montag, August 23rd, 2010

Gentrifizierung wird ja, aufgrund der überwiegend migrantischen Zusammensetzung der städtischen Unterschicht, heute vielfach als eine Art Rekolonisierung erlebt. Gleichzeitig ist es häufig die hedonistische oder pop­kulturelle Linke, die sich als Abenteurer, Vorreiter und manchmal sogar bezahlter Akteur dieser Aufwertungsprozesse zur Verfügung stellt. Das scheint zunächst ein Widerspruch zu ihrem emanzipatorischen Ansinnen, doch lässt sich dieser mit der entsprechenden Gesinnung relativ leicht übertünchen.

Wie, das zeigt unser Informant Roger B., der – finanziert durch die „Internationale Bauausstellung“ (IBA) – gesellschaftskritische Kunst-Projekte und Vernissagen über „Post-Urbanismus“ im Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg organisiert. Die IBA ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der freien Hansestadt und widmet sich im Auftrag des Senats der Aufwertung ärmerer Stadteile, um sie architektonisch und sozial für das Bürgertum wieder attraktiv zu machen. Linke Kritik wird hier durch ihren bürgerlichen Ästhetizismus ganz unverhohlen zum Bestandteil einer Aufwertungs- und Verdrängungs­strategie, was allen Beteiligten, einschließlich der Auftrag­nehmer, völlig durchsichtig ist. Aber, wie Roger B. sagt: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Und offenbar gibt es auch keine Rekolonisierung von Wilhelmsburg ohne die rassistische Beschimpfung seiner Anwohner_innen. Sogar dafür gibt sich der von der IBA unterhaltene Stadtsoziologe Roger B. her, was ihm aufgrund seiner „anti“deutschen Gesinnung allerdings auch nicht besonders schwer fällt. „Regressiv“, „patriarchal“ und „tierhaft“ sei die migrantische Bevölkerung von Wilhelmsburg, mithin dringend zivilisationsbedürftig. Insofern stellt sich der – bisweilen selbstkritisch eingeräumte – eigene Beitrag zu ihrer Verdrängung denn auch gar nicht mehr so schlimm dar. Doch hören wir den Salon-Linken Roger B. einfach selbst; gewissermaßen live aus dem „Grand Hotel Abgrund“ …

Roger B. über Wilhelmsburg und „tierhafte“ Migranten

Hat tip to parallaxe.

Von der Schmierenkomödie zur Grand opéra

Samstag, Dezember 12th, 2009

„Von der ‚antideutschen‘ Schmierenkomödie zur Grand opéra. Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition“ — auf der Seite der Kommunistischen Assoziation Hamburg.