Posts Tagged ‘gewalt’

Zärtlichkeit und Gewalt: der Männertag

Freitag, Juli 9th, 2010

Deutschland - Fußball - Männer - KotzenÄrgernis mit ein paar gelungenen Überlegungen zum Männertag (aus der Einleitung seines Vortrags „Das bürgerliche Subjekt und sein Anderes“):

Ich würde gern mit einer Überlegung zum Männertag einsteigen, den wir vor wenigen Tagen wieder erlebt haben und ich würde mich gern fragen – was passiert eigentlich am Männertag? Ich denke, dass man grundsätzlich sagen kann, dass es dabei irgendwie darum geht, dass sich an einem solchen Tag Männer gegenseitig darin bestätigen, Mann zu sein. Man schließt an so einem Tag bewusst das andere Geschlecht aus und widmet sich zusammen mit anderen Männern explizit männlichen Tätigkeiten. Ich meine, dass der Männertag für ganz viele Männer tatsächlich sehr wichtig ist – gerade weil wir zur Zeit eine Entwicklung erleben, in der das Geschlechterverhältnis überhaupt nicht mehr starr zu bleiben scheint. Es gibt in einem gewissen Sinne ein Verschwimmen der Geschlechtergrenzen – die Homo-Ehe ist anerkannt, viele vormals geschlechtsspezifische Tätigkeiten können inzwischen von beiden Geschlechtern getätigt werden, ohne dass das zu irgend einem Skandal führen würde. Ich denke, dass gerade diese Entwicklung (auf die ich später noch einmal eingehen werde) für viele Männer eine enorme Verunsicherung bedeutet und dass nun solche Anlässe wie der Männertag für viele Männer die Funktion haben, sich in dieser Zeit der Verunsicherung doch ihres Männlichseins zu vergewissern. Sieht man sich solche Sachen wie den Männertag genauer an, dann kann man feststellen, dass da sehr einfache Dinge passieren: Männer rotten sich zu Horden zusammen, gehen Wandern, grölen dabei rum und besaufen sich. Ich würde sagen, dass dieses Rauschhafte, das in den kollektiven Alkoholexszessen liegt, etwas ganz wichtiges für die männlichen Subjekte ist – nämlich aus einem ganz bestimmten Grund; weil dieser Rausch es den männlichen Subjekten erlaubt, sich auf eine körperliche Nähe zu den anderen männlichen Subjekten einzulassen. Es lässt sich immer wieder beobachten – nicht nur beim Männertag, sondern auch bei Fußballspielen, beim Junggesellenabschied, bei Kneipentouren oder bei Rockkonzerten –, dass bei solchen Anlässen ein Rahmen dafür geschaffen wird, dass sich Männer gegenseitig berühren können. Es handelt sich zum Teil um innige, kameradschaftliche Umarmungen oder dass man sich gegenseitig im Arm liegt – auf jeden Fall scheint es bei solchen Anlässen wichtig zu sein, sich gegenseitig zu spüren. Leider ist es so, dass das männliche Subjekt in solchen Momenten eine gewisse Ahnung davon hat, dass es hier um eine verdrängte homosexuelle Neigung geht und das ist eine Ahnung, die das männliche Subjekt nicht zulassen darf. Deshalb gibt es verschiedene Riten, die es verhindern, dass sich die männlichen Subjekte ihrer Homosexualität bewusst werden und diese Riten enden immer wieder in einem Ausbruch von Gewalt. Die Körperlichkeit darf also nur dann zugelassen werden, wenn es sich um eine harte Körperlichkeit handelt. Die Umarmung endet oftmals in einer Kopfnuss, Körperlichkeit auf dem Rockkonzert besteht oftmals im Pogo, der bald vielmehr einer massenhaften Prügelei gleicht. Im letzten Jahr gab es zum Männertag Schlagzeilen, als sich in mehreren Städten aus den Männertagsumzügen Straßenschlachten entwickelt hatten. Letztendlich entlädt sich die nichteingestandene Homosexualität in Übergriffen gegenüber Frauen. Die Gewalt, die sich Männer täglich antun müssen, weil sie nicht passiv, sinnlich und zärtlich sein dürfen und die ganz offenbar wird, wenn tatsächlich eine Nähe zwischen Männern entsteht, wird am Ende den Anderen angetan.

Islamistische Kinder-Rekrutierung

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

„An Arabic children’s choir has been racking up views all over the world with the new YouTube hit ‚when we die as martyrs, we will go to heaven.'“ (Ha’aretz)

„Yes, I’m a little bit fascist“

Donnerstag, Mai 13th, 2010

Israeli tourists watch Gaza massacre from the „Hill of Shame“:

via mondoprinte

Jürgen Elsässer: „Eine Watsche hat mir noch nie geschadet!“

Montag, Mai 3rd, 2010

"Was keiner mehr hören will: Ein paar Watschn waren vor 20, 30 Jahren in der Erziehung normal. Ich hab auch vom Lehrer welche bekommen, und es hat mir nicht geschadet." – Jürgen Elsässer
via allophilia

Samthandschuhe gegen links

Freitag, März 26th, 2010

„Während der Mord an einem Punker in Thüringen hart (Bewährungsstrafe) und vor allem schnell (nach fünf Jahren) bestraft wird, sieht man immer wieder wie die Behörden linke Gewalt verharmlosen: Wer sich vor Polizisten auf den Boden setzt, wird schon nach 24 Stunden Schikane wieder frei gelassen, wobei noch nicht mal die Hälfte der Betroffenen danach ärztlich behandelt werden muss.“ (Infoladen sabotnik)

No you did not!

Samstag, September 19th, 2009

7354_f8d1.jpeg
(via)