Posts Tagged ‘gegenstandpunkt’

Kritik der »Kritischen Theorie«

Montag, April 22nd, 2013

Gerade neu erworben…

Leider nicht online, aber hier zu bestellen…

Der Nationalismus der Anderen

Sonntag, Januar 6th, 2013

Die Hauptbetroffenen und -leidtragenden dieses staatsbürgerlichen Rassismus, die Juden Europas, haben sich im Zionismus zu einer Antwort von gleichem Kaliber, bekannt. Sie waren nichts als die Opfer der gewalttätigen Fiktion einer nationalen Schicksals­gemeinschaft von Volk und politischer Führung, die jedem anständigen Untertanen als persönlicher Charakterzug mit in die Wiege gelegt sei, ihn vor allen andersartigen Gattungsgenossen auszeichne und zu ihrer Verachtung berechtige. Und doch haben die politisierten Juden Europas sich nie zu einer Kritik des patriotischen Wahns selbst, geschweige denn seines Grundes, der klassenstaatlichen Gewalt, verstanden. Die fatale Stärke der Ideologie des Nationalismus – die ja nachgerade ein Gefühl sein soll und wohl auch ist! – liegt eben darin, daß sie durch die Greuel, die in ihrem Namen angerichtet werden – und kein nennenswerter Greuel der modernen Zeit war nicht durch Vaterlandsliebe inspiriert! -, einfach nicht zu blamieren ist. An den Gesinnungsgenossen fremdländischer Observanz entdeckt noch jeder Patriot die Schädlichkeit und Verlogenheit dieser Ideologie, und daß Menschen durch sie zu Massenmördern werden – mit dem besten Gewissen! Bemerkt und kritisiert, mit Entsetzen und Verachtung bedacht wird da allerdings nie der Nationalismus, sondern der Nationalismus der anderen, gerade so als wäre der der wahre und eigentliche Gegensatz zum eigenen! So dient, was der Fanatismus der einen Nation anrichtet, stets ausgerechnet dem einer anderen als Rechtstitel und Gütesiegel, also als gutes Gewissen seiner Rücksichtslosigkeit. Und mit eben dieser nationalistischen Selbst­gerechtigkeit sind die Zionisten angetreten. Ganz im Sinne des Wahns ihrer Gegner und Verächter haben sie das Opferdasein der Juden als „völkische“ Eigenart interpretiert, als eine kollektive Identität der Betroffenen von der Art eines nationalen Volkstums, die ihren Inhabern ein unwidersprechliches Recht auf kollektive Untertänigkeit unter einer eigenen, und zwar besonders macht­vollen Staatsgewalt verliehe.

Aus: H. L. Fertl, Abweichende Meinungen zu Israel. München: Resultate Verlag, 1982.

Im Ring: Peter Decker vs. Freunde des imperialistischen Kriegs

Dienstag, März 23rd, 2010

Ich schließe meinen Blog-Zyklus zum Thema Krieg, Okkupation und Siedlungspolitik – von dem einige glauben, ich hätte damit das Höllentor zum „neuen Antisemitismus“ geöffnet – nicht ab (allgemeines Auftatmen!), ohne noch dieses erheiternde MP3-Audio einer Diskussion zwischen Peter Decker und zwei jungen Antideutschen hinterherzuschieben. Dass auch ich meine Differenzen mit dem GegenStandpunkt habe, dürfte bekannt sein. Aber manche Diskussionen haben einfach Kult-Status, und richtige Argumente sind natürlich auch dabei. Vor allem aber ist es, zumindest in diesem Fall, einfach wahnsinnig unterhaltsam!

Peter Decker vs. antideutsche Kriegsfans

Die 17-minütige Unterdiskussion, die ich für diesen Blog-Eintrag herausgeschnitten habe, schließt an einen Vortrag an, der am 5. Oktober 2006 in Nürnberg anlässlich des Libanon-Kriegs gehalten wurde. Der Vortrag, betitelt: „Das grenzenlose Sicherheitsbedürfnis Israels und sein Nutzen für die amerikanische Kontrolle der Welt“, wird als Audio auf Argudiss gehostet und kann dort komplett heruntergeladen werden. Die Argumente habe ich nicht geprüft und übernehme daher keine inhaltliche Verantwortung! 😉