Archiv für das 'gaza'-tag

Gideon Levy – The Israeli Sociopathy

2010 hielt Gideon Levy an der Columbia Universität in New York einen Vortrag über die Okkupation Palästinas und ihre mentale Verarbeitung in der israelischen Gesellschaft. Levy ist das journalistische Aushängeschild der regierungskritischen Tageszeitung Ha’aretz und einer der profiliertesten innerisraelischen Gegner der über-40-jährigen Besatzung. Hier im Folgenden der Videomitschnitt:


Dauer: etwa 1,5 Std. (40 min. Vortrag, 45 min. Diskussion). Sprache: englisch.

Hasbara: Inside the Mind of Mark Regev

Watch the subtitles! ;)

Skandal: Zweck der Gaza-Flotte gar nicht humanitär, sondern politisch!

Der AIPAC-Aussteiger M. J. Rosenberg über das Farce-Argument – zu finden etwa bei BAK Shalom -, die Gaza-Flotte habe ja gar nicht (primär) Hilfsgüter verteilen wollen. Ihr sei es in Wirklichkeit um einen Bruch der Blockade gegangen! Unfasslich:

Das erste, was man über das Gaza-Flotten-Desaster wissen muss, ist, dass es die Absicht der Aktivisten an Bord war, die israelische Blockade zu durchbrechen. Die Auslieferung der Embargowaren war Nebensache.

In anderen Worten: die Aktivisten waren wie die Bürgerrechtsdemonstranten, die sich überall im Süden [der USA] an segregierte Imbisstheken setzten und sich weigerten zu gehen, bis sie bedient wurden. Ihr Ziel war nicht wirklich, Frühstück zu bekommen. Es bestand darin, die Rassentrennung zu beenden.

Diese Tatsache ist so offensichtlich, dass man kaum glauben mag, dass die “Pro-Israel”-Lobby es als Anklage benutzt.

Selbstverständlich war das Ziel der Flotte, die Blockade zu durchbrechen. Selbstverständlich provozierte Martin Luther King die Zivilbehörden des Südens, um die Rassentrennung zu durchbrechen. [...]

Das Entscheidende ist, dass die Männer und Frauen der Flotte jedes Recht hatten zu versuchen, eine illegale Blockade zu zerstören, zu deren Verhängung Israel keine rechtliche Befugnis hatte und welche darauf angelegt war, die Bevölkerung von Gaza einer kollektiven Bestrafung zu unterziehen.

Gefunden bei schmok

“Yes, I’m a little bit fascist”

Israeli tourists watch Gaza massacre from the “Hill of Shame”:

via mondoprinte

Criticism is a healthy thing.

“Criticism is a healthy thing. If you don’t criticize a child, it turns into a monster.”

Did you know? Gaza

Wenn Täter-Enkel sich empören: Finkelstein, Antisemitismus und Israel

Am 26. Februar soll der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein, unter anderem auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, in Berlin einen Vortrag halten, der den etwas sperrigen Titel trägt: “Ein Jahr nach dem Überfall der israelischen Armee auf Gaza – die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung”. Vermutlich wird der Vortrag vor allem eine Collage seines neuen Buches ‘This Time We Went Too Far’ sein, über dessen Grundthesen man sich in zahlreichen Youtube-Videos informieren kann.

Indessen hat der Landesarbeitskreis (LAK) “Shalom”, der sich vor wenigen Jahren gründete, um die Linkspartei auf einen stramm proisraelischen Kurs einzuschwören, im Verbund mit anderen Gruppen zu einer Kundgebung aufgerufen, um unter dem Motto “Was zu viel ist, ist zu viel” aus diesem Vortrags- und Diskussionsabend, der nunmehr sogar in den Räumen der eigenen Parteistiftung stattfinden soll, eine Art öffentlichen Skandal zu zaubern. (Continue...)


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