Archiv für das 'finkelstein'-tag

Gandhi & the strategy of non-violence in the Middle East

Gandhi, non-violence & the Middle East (Video version)

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Von Stiftungen und Anstiftern

Moshe Zuckermann zur aktuellen Kontroverse über die Ausladung von Norman G. Finkelstein durch die linksparteinahe Rosa-Luxemburg-Stiftung:

Worüber auch immer Norman Finkelstein letzten Monat in Deutschland sprechen wollte, klar war von Anbeginn, daß seine Aussagen kontrovers debattiert würden, und zwar noch bevor ihr Wahrheitsgehalt zur prüfenden Disposition gestellt würde. So ist das, wenn jemand bekannt und provokant ist und Unangenehmes ausspricht, welches man zwar selbst vorbewußt bereits registriert hat, sich aber weigert, sich auch selbst einzugestehen. Norman Finkelstein ist kein unbeschriebenes Blatt: von einer »Holocaust-Industrie« wußte er zu berichten, von »Antisemitismus als politischer Waffe«. Starker Tobak für zarte deutsche Seelen, die weder wollen, daß ihre ehrlich gemeinte »Wiedergutmachung« in Verruf gerate, noch daß der Fetisch »Israel«, den sie sich als Schuttabladeplatz für ihre schuldbeladenen Befindlichkeiten erkoren haben, demontiert werde. Seelen­ökonomisch günstiger, vor allem aber ideologisch lohnenswerter ist es da, Finkelstein gleich als (jüdischen) »Antisemiten« und »Geschichtsrevisionisten« zu apostrophieren, womit sich denn die notwendige Auseinandersetzung mit seinen Aussagen erübrigt. Es ist schon merkwürdig, mit welcher Unbeschwertheit nichtjüdische Deutsche heutzutage Juden als »Antisemiten« zu schmähen sich anmaßen, wenn diese die wackligen Prothesen ihrer über »Juden« und »Israel« gewonnenen Identität ins Wanken bringen.

Zuckermann zur Kontroverse um Finkelstein: hier weiterlesen »

Wenn Täter-Enkel sich empören: Finkelstein, Antisemitismus und Israel

Am 26. Februar soll der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein, unter anderem auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, in Berlin einen Vortrag halten, der den etwas sperrigen Titel trägt: "Ein Jahr nach dem Überfall der israelischen Armee auf Gaza – die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung". Vermutlich wird der Vortrag vor allem eine Collage seines neuen Buches 'This Time We Went Too Far' sein, über dessen Grundthesen man sich in zahlreichen Youtube-Videos informieren kann.

http://www.youtube.com/watch?v=amqp4NzMyrc?fs=1&hl=de_DE

Indessen hat der Landesarbeitskreis (LAK) "Shalom", der sich vor wenigen Jahren gründete, um die Linkspartei auf einen stramm proisraelischen Kurs einzuschwören, im Verbund mit anderen Gruppen zu einer Kundgebung aufgerufen, um unter dem Motto "Was zu viel ist, ist zu viel" aus diesem Vortrags- und Diskussionsabend, der nunmehr sogar in den Räumen der eigenen Parteistiftung stattfinden soll, eine Art öffentlichen Skandal zu zaubern. (Click here to continue...)


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