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Samstag, November 24th, 2012

Foto: Gabriele Senft

Firoz Safi, Afghanistan, geb. 1993:

Meine Geburtsort ist Laghman, doch aufgewachsen bin ich in Dschalabad.

Durch die schlimmen Zustände in meinem Land konnte ich nie zur Schule gehen. Ich kann weder lesen noch schreiben. Mutter und Vater wurden von den Taliban ermordet. Ob meine älteren Geschwister, ein Bruder und vier Schwestern, noch leben, das weiß ich nicht. Ich kann keinen Kontakt zu ihnen herstellen.

Nach dem Tod der Eltern half ein Onkel, bei dem ich in der Landwirtschaft arbeitete.

Seit 1 1/2 Jahren bin ich auf der Flucht über Pakistan, Iran, Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich bis nach Deutschland. Das Asylheim in Aub ist nun mein Zuhause. Dort vegetieren wir, bekommen Esspakete und dürfen uns nicht entfernen, nicht arbeiten, nicht lernen. Darum bin ich mit anderen nach Würzburg und nun nach Berlin gekommen.

Ich möchte keine Sozialhilfe, sondern arbeiten, um zu leben wie andere Menschen.

Doch noch wichtiger ist es für mich, das ist mein größter Wunsch und ich hoffe, es bleibt kein Traum: Ich möchte zur Schule gehen.

Ich habe Fragen im Kopf: Warum behandeln sie uns so? Wir wollten unsere Heimat nicht verlassen. Wie lange müssen wir warten, um als Menschen wahrgenommen zu werden, bis wir verrückt werden oder Selbstmord begehen?

Bis wann, bis wann, bis wann?

Disguising Girls as Boys in Afghanistan

Mittwoch, September 22nd, 2010

„Facing Social Pressures, Families Disguise Girls as Boys in Afghanistan.“ New York Times, 20. Sept. 2010 (Video).

Wie kann man nur Afghane sein? Eine US-Studie impft Soldaten gegen die paschtunische „Homosexuellen“-Kultur

Dienstag, August 31st, 2010

Eine von Fox News im Januar 2010 vorgestellte Forschungsstudie des US-Militärs thematisiert zum ersten Mal das notorisch homophobe Verhalten amerikanischer Soldaten gegenüber afghanischen Männern. Im Zentrum steht jedoch, wie zu erwarten, nicht die kritischen Reflexion eigener gesellschaft­licher Normen, sondern die Aufforderung an die Soldaten, „eine wichtige soziale Kraft, die der paschtunischen Kultur zugrundeliegt“, richtig zu verstehen und entsprechend exotistisch einzuordnen.

The study, obtained by Fox News, found that Pashtun men commonly have sex with other men, admire other men physically, have sexual relationships with boys and shun women both socially and sexually — yet they completely reject the label of „homo­sexual.“

Nicht dass die US-amerikanischen Soldaten „homo“ und „gay“ als Beleidi­gungen einführen, um die männliche afghanische Bevölkerung nach den Kategorien von „normal“ und „anormal“ durchzusortieren, sondern dass sich paschtunische Männer allen Ernstes weigern, sich mit diesen Beleidigungen positiv zu identifizieren, stellt für die Studie (oder zumindest Fox News) das eigentlich Bemerkenswerte dar. So wird der Schwarze Peter für die homo­phoben Ausflipper amerikanischer Soldaten einfach an die afghanische Gesell­schaft weitergegeben. (mehr …)

U.S. Soldiers Teaching Homophobia in Afghanistan

Sonntag, August 29th, 2010

Requires no comment …

OT: „Pashtun translator Flirts with American soldiers LOL“

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Freitag, April 9th, 2010

Eisernes Kreuz
(via)

Dazu ein schöner Trauermarsch:

http://www.youtube.com/watch?v=ms8SOudyySM