Als sie die Kommunisten holten…

Dnipropetrowsk (Ukraine). Eine Gruppe von Männern skandiert: „Kommunist – an den Galgen!“ und verfolgt einen unbekannten Mann, der mit „Bandera – Schw***el“ darauf antwortet. (Der Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera gilt trotz oder wegen seiner Verantwortung für das Massaker von Lemberg, bei dem noch vor dem Einmarsch der deutschen Truppen 7.000 Juden und Kommunisten erschlagen wurden, in der neuen Ukraine als derzeit meistgefeierter Nationalheld.)

Am Donnerstag beschloss das Parlament, aus diesen rechten „Aktivisten“ eine 60.000-Mann-starke Nationalgarde zu formen, die von Andriy Parubiy (1991 Gründer der ukrainischen Nazi-Bewegung SNPU, dem Vorläufer der heutigen Regierungspartei Swoboda) und Dmytro Yarosh (Rechter Sektor, paramilitärischer Arm der Nazibewegung) befehligt wird.

Siehe auch Pressemitteilung der KPRF: „The secretary of the communist party of Lviv tortured by the fascists in Ukraine

What awaits Ukrainian workers?

Behind incessant rhetorical invocations of a „democratic revolution,“ Ukraine’s newly-installed government of former bankers, fascists and oligarchs is preparing draconian austerity measures.

The plans being drawn up are openly described as the „Greek model,“ i.e., the programme of savage cuts imposed on Greece by the International Monetary Fund (IMF) and European Union (EU) that has caused Greece’s economy to collapse by nearly 25 percent in five years and produced a massive growth in unemployment and poverty.

In the case of Ukraine, however, this social devastation is to be unleashed against a country that has already been subjected to the scorched earth economics of capitalist restoration. Even before the latest events, Ukraine was the 80th poorest country in the world based on gross domestic product per capita, behind Iraq, Tonga and Bosnia-Herzegovina. […]

The former Stalinist bureaucrats and mafia-oligarchs who enriched themselves by stealing former state property have continued all the while to plunder state assets and pile up even greater personal fortunes. […] (Click here to continue...)

Bellizistische dpa-Ente: Putin lädt doch keine „Rechspopulisten“ ein

Laut SPIEGEL/dpa vom 12.03.2014 hat „Russland“ europäische Rechtspopulisten als Wahlbeobachter für das Referendum auf der Krim angefragt. Die Meldung wird mittlerweile von Dutzenden Zeitungen ungeprüft weiterverbreitet. Schließlich möchte man den Makel loswerden, beim Umsturz auf dem Maidan die Augen vor den rechtsextremen Kräften verschlossen zu haben. Das erreicht man am besten, indem man den Ball an Russland weitergibt. Ist nicht Putin der wahre Faschist?

Allein, an der Meldung ist kaum etwas wahr. Die Einladung ging keineswegs von „Russland“ aus, falls damit der Kreml gemeint sein soll, sondern von der aus Brüssel, Paris, Moskau, Sotschi und Kischinau operierenden, aber rein französischsprachigen NGO „Eurasian Observatory for Democracy and Elections“ (EODE) des belgischen Rechtsextremisten Luc Michel. So übereinstimmend die internationale Presse etwa hier und hier.

Offensichtlich hat sich niemand die Mühe gemacht, die dpa-Meldung zu recherchieren, bevor er auf den Share-Button gedrückt hat. Dabei ist sie in der Form, wie sie DER SPIEGEL verbreitet, so unglaubwürdig, dass nicht mal der außenpolitische Sprecher der CDU, Philipp Mißfelder, darauf hereinfällt. Die Machtübernahme durch die Faschisten in Kiew, in deren Foren auch mal zur physischen Liquidierung aller russischsprachigen Intellektuellen des Landes aufgerufen wird, ist schließlich einer der wesentlichen Gründe für die Abspaltung der Krim. Warum also sollte sich die russische Regierung selber kompromittieren, indem sie mit den Gesinnungsgenossen der neuen ukrainischen Regierung zusammenarbeitet?

Allein, wir wissen: das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.

Die Oligarchen: Aufstieg und Fall einer russischen Elite

Die ursprüngliche Akkumulation in Russland (1990-2000)

Frankreich/Deutschland, 2005, Regie: Alexander Gentelev.

Die Krise in der Ukraine: Washington und Berlin suchen Streit

Es wird von Tag zu Tag deutlicher, dass die Vereinigten Staaten und Deutschland die Krise in der Ukraine angefacht haben, um eine Konfrontation mit Russland zu provozieren. Sie haben ein rechtes nationalistisches Regime an die Macht gebracht, das sich völlig Washington und der Nato unterordnet. […]

Die Kriegshetze der USA ist derart unbesonnen, dass selbst der ehemalige Außenminister Henry Kissinger, ein skrupelloser imperialistischer Machtpolitiker, alarmiert ist. […]

Washingtons strategisches Drehbuch ist unmissverständlich: es nutzte faschistische „Demonstranten”, um den gewählten Präsidenten Wiktor Janukowitsch zu stürzen und die vollständige Kontrolle über die Ukraine zu erlangen. […]

Aber die USA suchen keinen Kompromiss mit Russland. Sie wollen, dass Russland einen erniedrigenden Rückzug antritt, und riskieren dabei den Ausbruch eines Atomkriegs. Die Vereinigten Staaten verlangen nichts weniger, als dass Moskau eine feindliche Ukraine akzeptiert, die als Vorposten für US- und Nato-Streitkräfte und als Operationsbasis für die Zersplitterung Russlands dient. (Click here to continue...)

Mamma Mia! (Russian Comedy Skit)

Deutsch-amerikanisches Feingefühl

In den Medien ist eine bedrohliche Propagandakampagne ausgebrochen, die darauf abzielt, die Beteiligung der Faschisten am US-gestützten Putsch in der Ukraine entweder zu leugnen oder ihre Rolle als nebensächliches und unwichtiges Detail darzustellen. […]

Tatsache ist, dass zum ersten Mal seit 1945 eine bekennende antisemitische Partei, die den Nationalsozialismus verteidigt, in einer europäischen Hauptstadt an den Schalthebeln der Staatsmacht sitzt. […] In der nicht gewählten ukrainischen Regierung […] sind sechs Ministerposten von Mitgliedern der faschistischen Partei Swoboda besetzt.

Vor weniger als einem Jahr hatte der Jüdische Weltkongress das Verbot von Swoboda gefordert. Ungeachtet dessen haben US-Vertreter und die Europäische Union den Gründer und Führer der Partei, Oleg Tjagnibok, während der Vorbereitungen zum Putsch im letzten Monat hofiert. […]

Als John Demjanjuk im Jahr 2010 als Komplize am Mord an fast 30.000 Menschen in dem Vernichtungslager Sobibor verurteilt wurde, nannte Tjagnibok ihn einen Helden. Tjagniboks Stellvertreter Juri Michaltschisin hat einen Think-Tank namens Joseph Goebbels Political Research Center gegründet. (Click here to continue...)

The Way He Looks (Brazil, 2014)

Blinder Teenager verliebt sich in Mitschüler: Die Spielfilmfassung eines brasilianischen Kurzfilm-Hits auf Youtube („Eu Não Quero Voltar Sozinho“, engl. „I don’t want to go back alone“) gewinnt den Teddy Award auf der diesjährigen Berlinale.


(Untertitel nach dem Start des Films mit Klick auf CC einschalten!)

Mo, 17.02., Stadtteilladen LUNTE, 20 Uhr: Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie. Zur Urgeschichte des Marxismus ohne Klassen

Wiederholung der Veranstaltung vom 30.01. am 17.02.2014 in Berlin-Neukölln:

Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie: Zur Urgeschichte des Marxismus ohne Klassen

„Aufbruch in die Steinzeit des Marxismus“

Kreisch, ich lieg am Boden:

Heute wird in der K9 (Kinzigstraße 9, 19 Uhr) der „Marxismus ohne Klassen“ behandelt. Der Autor Georg Klauda spricht darüber, wie Adorno und „der frühe Lukács“ Marx nicht verstanden hätten, und, so Klauda, statt der Armut nun den von ihnen umdefinierten Warenfetisch in den Blick nahmen. Das sei, sagt Klauda schließlich, „einer der Hauptgründe für die wiedergewonnene Attraktivität der Kritischen Theorie in den neoliberal geprägten 90ern“. Die Kritische Theorie ist also ein Agent des Kapitalismus oder zumindest sein dummer Zuspieler. Dabei, so weiß es der Erzmarxist besser, ist ja alles nur ein Klassenspiel, wenn man das nach der immergleichen Methode immergleich analysiert, findet man zwar auch immer ein paar Widersprüche, die man jedoch als Nebenwiderspruch ignorieren kann. Ist das der Aufbruch in die Steinzeit des Marxismus?

Na, wenigstens bellen genau die Hunde, die man treffen wollte! 😉

Die Veranstaltung wird übrigens am 17.2. um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Lunte (Berlin-Neukölln) wiederholt.


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