Archiv für die 'Schrecklicher Verdacht' Kategorie

The Dying Russians

The New York Review of Books über den Jelzinschen Demozid an der russischen Bevölkerung:

The deaths kept piling up. People—men and women—were falling, or perhaps jumping, off trains and out of windows; asphyxiating in country houses with faulty wood stoves or in apartments with jammed front-door locks; getting hit by cars that sped through quiet courtyards or plowed down groups of people on a sidewalk; drowning as a result of diving drunk into a lake or ignoring sea-storm warnings or for no apparent reason; poisoning themselves with too much alcohol, counterfeit alcohol, alcohol substitutes, or drugs; and, finally, dropping dead at absurdly early ages from heart attacks and strokes. […]

In the seventeen years between 1992 and 2009, the Russian population declined by almost seven million people, or nearly 5 percent—a rate of loss unheard of in Europe since World War II. Moreover, much of this appears to be caused by rising mortality. By the mid-1990s, the average St. Petersburg man lived for seven fewer years than he did at the end of the Communist period; in Moscow, the dip was even greater, with death coming nearly eight years sooner.

Ukrainische Helden von großdeutschen Gnaden

Dass der Westen das Missverständnis [von der Ukraine als einer von Russland zu trennenden Nation] nach Kräften förderte, hat vielleicht mit Ahnungslosigkeit, sicher aber mit der nachwirkenden Logik des Kalten Krieges zu tun. Was Russland schwächte und verkleinerte, konnte hierzulande nur für gut befunden werden. Im Falle der Ukraine hat das Missverständnis allerdings einen Vorlauf von gut hundert Jahren und enthält ein politisches Gift, vor dessen Freisetzung sich die Deutschen fürchten sollten. Die ersten Helden einer ukrainischen Unabhängigkeit, die noch heute von Angehörigen der Orangenen Revolution verehrt werden, waren nämlich Helden von deutschen Gnaden. […] (Click here to continue...)

What awaits Ukrainian workers?

Behind incessant rhetorical invocations of a “democratic revolution,” Ukraine’s newly-installed government of former bankers, fascists and oligarchs is preparing draconian austerity measures.

The plans being drawn up are openly described as the “Greek model,” i.e., the programme of savage cuts imposed on Greece by the International Monetary Fund (IMF) and European Union (EU) that has caused Greece’s economy to collapse by nearly 25 percent in five years and produced a massive growth in unemployment and poverty.

In the case of Ukraine, however, this social devastation is to be unleashed against a country that has already been subjected to the scorched earth economics of capitalist restoration. Even before the latest events, Ukraine was the 80th poorest country in the world based on gross domestic product per capita, behind Iraq, Tonga and Bosnia-Herzegovina. […]

The former Stalinist bureaucrats and mafia-oligarchs who enriched themselves by stealing former state property have continued all the while to plunder state assets and pile up even greater personal fortunes. […] (Click here to continue...)

Die Krise in der Ukraine: Washington und Berlin suchen Streit

Es wird von Tag zu Tag deutlicher, dass die Vereinigten Staaten und Deutschland die Krise in der Ukraine angefacht haben, um eine Konfrontation mit Russland zu provozieren. Sie haben ein rechtes nationalistisches Regime an die Macht gebracht, das sich völlig Washington und der Nato unterordnet. […]

Die Kriegshetze der USA ist derart unbesonnen, dass selbst der ehemalige Außenminister Henry Kissinger, ein skrupelloser imperialistischer Machtpolitiker, alarmiert ist. […]

Washingtons strategisches Drehbuch ist unmissverständlich: es nutzte faschistische „Demonstranten”, um den gewählten Präsidenten Wiktor Janukowitsch zu stürzen und die vollständige Kontrolle über die Ukraine zu erlangen. […]

Aber die USA suchen keinen Kompromiss mit Russland. Sie wollen, dass Russland einen erniedrigenden Rückzug antritt, und riskieren dabei den Ausbruch eines Atomkriegs. Die Vereinigten Staaten verlangen nichts weniger, als dass Moskau eine feindliche Ukraine akzeptiert, die als Vorposten für US- und Nato-Streitkräfte und als Operationsbasis für die Zersplitterung Russlands dient. (Click here to continue...)

Mamma Mia! (Russian Comedy Skit)

Deutsch-amerikanisches Feingefühl

In den Medien ist eine bedrohliche Propagandakampagne ausgebrochen, die darauf abzielt, die Beteiligung der Faschisten am US-gestützten Putsch in der Ukraine entweder zu leugnen oder ihre Rolle als nebensächliches und unwichtiges Detail darzustellen. […]

Tatsache ist, dass zum ersten Mal seit 1945 eine bekennende antisemitische Partei, die den Nationalsozialismus verteidigt, in einer europäischen Hauptstadt an den Schalthebeln der Staatsmacht sitzt. […] In der nicht gewählten ukrainischen Regierung […] sind sechs Ministerposten von Mitgliedern der faschistischen Partei Swoboda besetzt.

Vor weniger als einem Jahr hatte der Jüdische Weltkongress das Verbot von Swoboda gefordert. Ungeachtet dessen haben US-Vertreter und die Europäische Union den Gründer und Führer der Partei, Oleg Tjagnibok, während der Vorbereitungen zum Putsch im letzten Monat hofiert. […]

Als John Demjanjuk im Jahr 2010 als Komplize am Mord an fast 30.000 Menschen in dem Vernichtungslager Sobibor verurteilt wurde, nannte Tjagnibok ihn einen Helden. Tjagniboks Stellvertreter Juri Michaltschisin hat einen Think-Tank namens Joseph Goebbels Political Research Center gegründet. (Click here to continue...)

Explaining the Politics of Migration…

White man’s burden (to teach the dark-skinned how to overcome racial prejudice)

I find it rather disturbing to see a map about “racial tolerance” shared over Facebook which is so deeply racist that it makes me wanna throw up.

First of all, it’s sheer bullshit. You cannot statistically compare reactions to a concept like “race” that operates differently in completely different regional contexts. For instance, in Germany (and perhaps throughout Europe) it’s inseparably connected with Nazi race ideology which sent millions of people to the gas chambers, whereas in the U.S. it’s kind of a politically neutral term made to denote “skin color.” Even funnier, if you go back to the past, race in the French context could denote something like class consciousness, for the aristocracy had invented itself as a “race” apart from the common people. And who knows exactly what race is made to denote in India, Africa or the Arab peninsula? But what we know exactly, especially from the German context, is that “racism” does not cease to exist with the concept of race becoming unutterable and culturally taboo. It can be replaced by terms like “culture” or “place of origin.”

So, after all, what is the ideological statement of this ridiculous map? Its assertion is that “fair-skinned” people are the vanguard of tolerance and enlightenment, whereas the dark-skinned are “still racist” to the fullest. Towards whom? We don’t know. Traditionally, racism is the ideology of white power over the other in the framework of colonial conquest, imperialism and the historical aftermath of slavery. What this map tries to accomplish then is to turn this power relationship upside down in order to renew the ideology of “white man’s burden” to civilize the backward (= darker-skinned) people, although, ironically, this time in the global fight against “racial prejudice.”

Grinding at School Dance

Mann-männliches Begehren in der Ming-Dynastie bis zum Einbruch der Barbaren

Der sechzehnte Ming-Kaiser, Xizong, der 1627 einunzwanzigjährig verstarb, war konventioneller und verteilte seine Aufmerksamkeiten auf zwei getrennte Paläste, einen für seine männlichen, den anderen für seine weiblichen Geliebten. […] Aber Homosexualität war nicht auf Kaiser, Generäle und Höflinge beschränkt. Laut einem Ming-Kommentator wurden solche Beziehungen manchmal in die traditionelle konfuzianische Familienordnung integriert. Shen Defu (1578–1642) berichtet davon, wie männliche Paare in der südlichen Provinz Fujian häufig in einer Art von gleichgeschlechtlicher Ehe zusammenlebten:

    “Fujianesische Männer sind extrem verliebt in männliche Schönheit. Egal wie reich oder arm, hübsch oder hässlich, sie alle finden einen Gefährten ihres Standes. Zwischen den beiden wird der ältere als ‘gebundener [adoptierter] älterer Bruder’ (qixiong), der jüngere als ‘gebundener jüngerer Bruder’ (qidi) bezeichnet. Wenn dieser ältere Bruder in das Haus des jüngeren geht, geben die Eltern des letzteren auf ihn acht und lieben ihn wie einen Schwiegersohn. Und die Unkosten des jüngeren Bruders, einschließlich jene seiner Heirat, werden alle vom älteren gedeckt. Sie lieben einander und schlafen noch im Alter von dreißig gemeinsam im selben Bett wie Ehemann und -frau.”

Obwohl solche Vereinigungen manchmal zwanzig Jahre dauern konnten, war es dennoch notwendig, dass die Männer heirateten, ihre konfuzianischen Familienpflichten erfüllten und den Ahnenkult aufrechterhielten. “In der ganzen Geschichte”, fragt ein Mann in einer Erzählung über männliche Liebe, “hat es da jemals einen Präzedenzfall zweier Männer gegeben, die ihr Leben gemeinsam beschlossen?” Nichtsdestoweniger war Shen Defu von der Hingabe beeindruckt, die solche Paare häufig zeigten. “Diese Passion kann so tief sein, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass zwei Liebende, die es unmöglich finden, ihre Beziehung fortzusetzen, sich aneinander festbinden und gemeinsam ins Wasser gehen.” Diese fujianesischen Paarbildungen wurden häufig nanfeng (der südliche Brauch) genannt, in einem Kalauer auf das Wort nan, dass sowohl “männlich” als auch “südlich” bedeuten kann.

Unter der Ming-Dynastie entwickelte China seine ersten wichtigen Kontakte mit dem Westen, und zwei Zivilisationen lernten einander mit Erstaunen, Bewunderung und Abscheu kennen. Im Jahr 1557 errichteten portugiesische Händler eine Siedlung in Macao, und westliche Missionare unternahmen ihre ersten systematischen Anstrengungen, China zu bekehren. Diese katholischen Missionare, hauptsächlich spanische, italienische und portugiesische Jesuiten und Dominikaner, kamen aus Ländern, wo Sodomiten immer noch routinemäßig auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Die chinesische Toleranz versetzte sie in einen tiefen Schockzustand. Für diese andächtigen Priester erschienen die Flammen der Inquisition unendlich wünschenswerter als die Flammen der Lust, ja sogar der Liebe und Zuneigung in einer solch heterodoxen Form. (Click here to continue...)


Abonniere meine Blog-Updates über RSS, Twitter oder Facebook:


RSS Twitter Facebook

Möhrchen?


Zeig mir, wenn du meinen Blog magst! :)

Buchtipp

On Tour/Vorschau

    There are no events.

Blogsport Diskussionen

Blogsport twittert...