Archive for the ‘Karl und Groucho’ Category

Mitschnitt der Veranstaltung mit Karl Reitter: Vortrag und Diskussion

Mittwoch, Juni 10th, 2015

Aufnahme im Rahmen der Buchvorstellung „Karl Marx – Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals? Zur Kritik der neuen Marx-Lektüre“ in Berlin am 19. Mai 2015. Veranstalterin: Redaktion trend. Ort: K9 (Friedrichshain).

Vortrag
Diskussion

Buch und Verlagsseite…

Buchvorstellung in Berlin: Karl Marx – Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Sonntag, Mai 17th, 2015

cover_reitter_marx1 Herausgeber Karl Reitter stellt seinen vor wenigen Wochen erschienenen Sammelband zur Kritik der neuen Marx-Lektüre vor und referiert die wesentlichen Kritikpunkte an dieser Strömung. Nicht nur soll gezeigt werden, dass ihre „monetäre Werttheorie“ sachlich und philologisch unhaltbar ist, sondern auch was mit dem Vorwurf des Naturalismus an die Adresse von Marx eigentlich gemeint ist. Durch die Weigerung, zwischen den historisch übergreifenden Bestimmungen der Arbeit und ihren je spezifischen gesellschaftlichen Formen zu unterscheiden, wird Marx um sein ureigenstes Anliegen gebracht: in der Gesellschaft, wie sie ist, nach den materiellen Bedingungen einer neuen, klassenlosen Gesellschaft zu suchen. So wird Marx von einem Philosophen der Emanzipation auf einen Theoretiker reduziert, der bloß unrichtigen ökonomischen Aussagen seine eigenen korrekten gegenüberstellte.

Veranstalterin: Redaktion trend
Ort: Berlin-Friedrichshain, Cafe Größenwahn, Kinzigstraße 9
Zeit: Dienstag, den 19. Mai 2015, 19:00 Uhr

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Karl Marx. Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Dienstag, Dezember 9th, 2014

cover_reitter_marx1

Voraussichtlich im Frühjahr 2015 wird ein Sammelband „zur Kritik der neuen Marx-Lektüre“ (und darüber hinaus) erscheinen:

Der Ausdruck neue Marx-Lektüre wird von ihren ProtagonistInnen als positive Selbstbezeichnung verwendet. Vorgeblich soll es sich dabei um jene Marx Rezeption handeln, die vorhergehende Irrtümer und Unzulänglichkeiten überwindet und den heutigen Standard einer niveauvollen Beschäftigung mit Marx darstellt. In Beträgen wird dieser Anspruch aus den verschiedensten Perspektiven methodisch und inhaltlich in Frage gestellt. Weiterlesen…

Darin wird sich neben Beiträgen von John Holloway, Karl Reitter und vielen anderen auch die Ausarbeitung des hier in der Vergangenheit beworbenen Vortrags „Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie“ finden, einer exemplarisch an Horkheimer und Adorno entwickelten Kritik des „Marxismus ohne Klassen“.

Mo, 17.02., Stadtteilladen LUNTE, 20 Uhr: Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie. Zur Urgeschichte des Marxismus ohne Klassen

Samstag, Februar 8th, 2014

Wiederholung der Veranstaltung vom 30.01. am 17.02.2014 in Berlin-Neukölln:

Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie: Zur Urgeschichte des Marxismus ohne Klassen

„Aufbruch in die Steinzeit des Marxismus“

Freitag, Januar 31st, 2014

Kreisch, ich lieg am Boden:

Heute wird in der K9 (Kinzigstraße 9, 19 Uhr) der „Marxismus ohne Klassen“ behandelt. Der Autor Georg Klauda spricht darüber, wie Adorno und „der frühe Lukács“ Marx nicht verstanden hätten, und, so Klauda, statt der Armut nun den von ihnen umdefinierten Warenfetisch in den Blick nahmen. Das sei, sagt Klauda schließlich, „einer der Hauptgründe für die wiedergewonnene Attraktivität der Kritischen Theorie in den neoliberal geprägten 90ern“. Die Kritische Theorie ist also ein Agent des Kapitalismus oder zumindest sein dummer Zuspieler. Dabei, so weiß es der Erzmarxist besser, ist ja alles nur ein Klassenspiel, wenn man das nach der immergleichen Methode immergleich analysiert, findet man zwar auch immer ein paar Widersprüche, die man jedoch als Nebenwiderspruch ignorieren kann. Ist das der Aufbruch in die Steinzeit des Marxismus?

Na, wenigstens bellen genau die Hunde, die man treffen wollte! 😉

Die Veranstaltung wird übrigens am 17.2. um 20:00 Uhr im Stadtteilladen Lunte (Berlin-Neukölln) wiederholt.

Reading Marx

Sonntag, August 11th, 2013

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captain-america

From Civil War: Young Avengers/Runaways #1

Kritik der »Kritischen Theorie«

Montag, April 22nd, 2013

Gerade neu erworben…

Leider nicht online, aber hier zu bestellen…

Adornos Methodologie kritischer Sinnsuche: Zur marxistischen Kritik der „Kritischen Theorie“

Dienstag, März 26th, 2013

Vgl. Peter Decker, Die Methodologie kritischer Sinnsuche: Systembildende Konzeptionen Adornos im Lichte der philosophischen Tradition (Diss., 1982).

Die Eliminierung von „Klasse“ in der Dialektik der Aufklärung

Montag, März 26th, 2012

Im Grunde ist es ein schöner Witz, dass die Dialektik der Aufklärung bei Suhrkamp noch immer ohne editorischen Apparat erscheint. Das ist in den von Fischer verlegten Gesammelten Schriften Horkheimers (Band 5) grundlegend anders. Hier erfährt man in den Fußnoten des Herausgebers Seite für Seite, wie das Werk 1947 akribisch von marxistischem Vokabular gesäubert wurde. Von Monopolen, Kapitalismus und Klassengesellschaft durfte jetzt nicht mehr die Rede sein. Stattdessen hieß es nun unverbindlich „das Bestehende“, „die Ordnung“ oder „die Gesellschaft“. Diese theoretische Selbstverstümmelung setzte sich in den folgenden Jahren immer radikaler fort. Alsbald sprach die Kritische Theorie nur mehr von der Sphäre der Zirkulation, mit deren Kritik man bei niemandem aneckte, weil es dort um nichts ging und auch die Konservativen es nicht mochten, wenn „Kultur“ zur Ware wurde; ersetzte – theoretisch besonders beschämend – Kapitalismus durch „Tauschgesellschaft“ und machte ihren lieben Frieden mit dem bürgerlichen Klassensystem. So wurde eine ganze Generation von vermeintlich kritischen Marxisten in die Bahnen einer albernen, folgenlosen und zunehmend reaktionären Kulturkritik gelotst. Endstation Zirkulations­marxismus, Neokonservativismus, „Ideologie­kritik“.

Hier einige Beispiele der Retuschen, die die Autoren 1947 an ihrem eigenen Werk vornahmen und welche zahlreiche Seiten des Buches betrafen:

„… das Bild jener Gesellschaft, in der nicht länger Wut sich reproduziert und nach Eigenschaften sucht, an denen sie sie sich bestätigen kann. Das wäre die klassenlose Gesellschaft. [1947 gestrichen]“

„Die Verfolgung der Juden, wie Verfolgung überhaupt, ist von der Klassengesellschaft [1947: solcher Ordnung] nicht zu trennen.“

„Einstweilen hat es die Technik der Kulturindustrie bloß zur Standardisierung und Serienproduktion gebracht und das geopfert, wodurch die Logik des Werks von der des gesellschaftlichen Systems sich unterschied. Das aber ist keinem Bewegungsgesetz der Technik aufzubürden, sondern ihrer Funktion in der Profitwirtschaft [1947: Wirtschaft heute].“

„Verschwiegen wird dabei, dass der Boden, auf dem die Technik Macht über die Gesellschaft gewinnt, die Macht des Kapitals [1947: des ökonomisch Stärksten] über die Gesellschaft ist.“

Im Grunde kann man niemanden ernst nehmen, der aus der kastrierten Fassung der Dialektik der Aufklärung zitiert, ohne sich des Anti­kommunismus und der Abwehr der Klassenfrage gewahr zu werden, denen sich die beiden nach dem Krieg immer fanatischer und überzeugter unterwarfen – bis aus dem ehemaligen Marxisten Horkheimer der proto-konservative CDU-Wähler wurde, der im Namen des von Linken bedrohten bürgerlichen Konkurrenz­subjekts „den freien Westen“, die Gräuel des Vietnamkriegs und die Pillenenzyklika des Papstes verteidigte.

A Storm is Coming

Freitag, Februar 18th, 2011

Ich hab eine kindische Freude an maoistischen Propagandavideos. Dieses hier stammt von der berüchtigten, unter tausend verschiedenen Namen bekannten MIM (nicht zu verwechseln mit der auch hierzulande aktiven RIM). Antiimpe­rialismus meets Pop Art: