Archive for the ‘Allgemein’ Category

Von der Arbeiterbewegung zur Kritischen Theorie: Zur Urgeschichte des „Marxismus ohne Klassen“

Donnerstag, Januar 23rd, 2014

Marxsche Kategorien wie Verdinglichung und Warenfetisch erfahren bei Adorno und dem frühen Lukács eine einschneidende Umdeutung, die von der romantischen Kultur- und Zivilisationskritik ihrer Zeit inspiriert ist. Während sie bei Marx auf das ideologische Verkennen des Klassenverhältnisses bezogen sind, das den bürgerlichen Akteuren als ein äußeres Verhältnis von Sachen erscheint, werden sie hier, anstelle von Armut und Ausbeutung, zum eigentlichen Skandalon. Dass diese Autoren soziale Ungleichheit in die Peripherie des Marxschen Denkens abdrängen, erweist sich dabei nicht nur als grundlegendes Missverständnis, sondern auch als einer der Hauptgründe für die wiedergewonnene Attraktivität der Kritischen Theorie in den neoliberal geprägten 90ern.

Berlin-Friedrichshain
Donnerstag, 30. Januar 2014, 19 Uhr
Café Größenwahn, Kinzigstr. 9
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Let’s talk about class!

Transforming Desire: Die Entdeckung des Homosexuellen in der islamischen Welt (Halle, 14.11.)

Montag, November 4th, 2013

HALLE (Saale), 14.11.2013, 19 Uhr, Universitätsstr. 1, Audimax, Hörsaal XXII:

Der westliche Begriff des Homosexuellen definiert einen bestimmten Typus von Person, dem gleichgeschlechtliches Begehren als identitätsstiftende Abweichung eingeschrieben wird. Klassische Texte aus der islamischen Welt kennen diese normalisierende Konstruktion nicht. So schreibt die Überlieferung selbst dem Gesandten Gottes die Sorge vor dem Antlitz schöner Burschen zu.

Wozu traditionelle Geistliche sich äußerten, waren »sündige« Handlungen wie Analverkehr oder Tribadie. Sie wogen, je nach Schule, manchmal weniger als das verbotene Trinken von Wein und manchmal mehr als ein »heterosexueller« Ehebruch. Gemäß islamischer Pflichtenlehre waren Frömmler zur Maßregelung von Sündern mit der Zunge, dem Herzen und bei einer extremen Minderheit (Hanbaliten) auch mit der Hand aufgerufen. Doch trug ihre Betonung der von jungen Männern ausgehenden Versuchung, die ihrer Ansicht nach so groß war, dass nur übermenschliche Kraft sie bezwingen konnte, narrativ eher zur Anreizung als zur Unterdrückung des Verbotenen bei.

Dieser Rechtsdiskurs existierte schiedlich-friedlich neben einer populären, zum Teil religiösen Dichtung, in der die Liebe zu jungen Männern eines der beherrschendsten Motive war. Am Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Eindruck westlicher Werte zum Verstummen gebracht, trat im 20. an seine Stelle allmählich die wissenschaftliche Konstruktion des Homosexuellen als einer devianten »Spezies« (Foucault).

Es ist diese eurozentrische Diskursordnung, die Islamist_innen, Nationalist_innen und Menschenrechts-NGOs als gemeinsame Matrix sexualpolitischer Kämpfe dient, obgleich sie die realen Lebensverhältnisse im Nahen Osten auf tragikomische Weise verfehlt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „que(e)r_einsteigen„.

Berlin: Europa, der Orientalismus und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

Mittwoch, Juli 17th, 2013

Europa und die Heteronormalisierung der islamischen WeltSexuelle Unterdrückung in islamischen Staaten wird oft benutzt, um Muslime als »primitiv« und »rückständig« darzustellen. Statt daraus ein Argument für die Liberalisierung des Asylrechts zu machen, wird in europäischen Debatten oft gefolgert, weitere Verschärfungen der Zuwanderungsgesetze zu fordern, um »das Vormoderne« auszusperren. Der Hinweis auf »den Islam« dient so vor allem dazu, eine sich gegen MigrantInnen abgrenzende »kulturelle Identität« zu entwickeln, deren eigene homophobe Bestimmtheit aufhört, überhaupt noch als ernsthaftes Problem wahrgenommen zu werden.

Berlin, 18. Juli 2013, 19:30 Uhr
HABBEMA, Mülhauser Straße 6
Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee
Veranstalterin: Peter-Hacks-Gesellschaft
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Veranstaltungshinweis Berlin II

Sonntag, August 28th, 2011

Christlicher Fundamentalismus: Sexuelle Normalisierung und christliche Wiedererweckung in den USA

Fr., 02.09.2011 | 19:00 Uhr | K9 | Kinzigstraße 9 | Berlin-Friedrichshain

Anfang des 21. Jahrhunderts: Der amerikanische Fernsehprediger Pat Robertson, dessen Christian Broadcasting Network in 180 Ländern und 71 Sprachen sendet, macht für den Wirbelsturm Katrina die Legalisierung von Abtreibung und für das schwere Erdbeben in Haiti einen Pakt der haitianischen Bevölkerung mit dem Teufel verantwortlich. 130 Jahre nach dem Tod von Charles Darwin glauben Umfragen zufolge noch immer mehr Amerikaner an Satan als an die Evolution. Und 50 Jahre nach der sexuellen Revolution scheint niemand etwas dabei zu finden, wenn unter US-Soldaten im Kriegseinsatz 20.000 Anti-Onanie-Päckchen mitsamt Bibeln und aufdringlichen Keuschheitswarnungen verteilt werden.

Inmitten des sog. wissenschaftlich-technologischen Zeitalters, in einem der „entwickeltsten“ Länder der Erde, feiert dumpfer Glaubensirrsinn wieder fröhliche Urständ. Und auf den Schwingen staatlicher Abstinenzprogramme unternimmt er es, seine reaktionäre und virulent homophobe Sexualmoral einmal mehr in den globalen Süden zu exportieren.

Anhand von Horkheimers und Adornos Dialektik der Aufklärung sowie aktuellen religionssoziologischen Befunden wird der Referent Georg Klauda der Frage nachgehen, wie sich die seltsame Renaissance von Fundamentalismus und sexueller Bigotterie im Herzen der westlichen Gesellschaft erklären lässt. Und warum die amerikanische Lesben- und Schwulenbewegung mit ihrer „Biorhetorik“ (R. A. Brookey) auf diese Herausforderung eine ebenso ungeeignete Antwort liefert wie der neoliberale Weltanschauungsdarwinismus von Dawkins‘ „Neuen Atheisten“.

Die Veranstaltung ist Teil der religionskritischen Veranstaltungsreihe „Don’t believe the hype“ und wird durchgeführt in Kooperation von North-East Antifascists [NEA] und VOSIFA.

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Homophober Moslem, toleranter Westen? – Die siebziger Jahre

Mittwoch, März 2nd, 2011

Schah verteidigt Menschenrechte — Nach Übergriffen der Teheraner Polizei gegen schwule Touristen stellt sich Schah Reza Pahlewi einem Interview mit [dem BRD-Schwulenmagazin] Du&Ich: «Ich höre zum ersten Mal, dass Homosexuelle in meinem Land misshandelt würden. Das sind Verleumdungen, lauter Lügen. In meinem Land sind Homosexuelle freie Menschen, genauso frei wie alle anderen. Das kann ich Ihnen versichern.» Nur die Jugend müsse geschützt werden. In Marokko etwa «gibt es regelrechte Bordelle, in denen Knaben angeboten werden, und so etwas werden Sie in meinem Land niemals finden». Iran habe die schönsten jungen Männer der Welt. Er persönlich setze sich dafür ein, dass deren soziale Situation sichergestellt sei. […] (Du&Ich 6/74)1

Nixon sucht Kammerjäger — Die Washington Post berichtet, dass der zurückgetretene US-Präsident Richard Nixon offensichtlich eine tiefe Abneigung gegenüber Homosexuellen hegt. Auf einem der Überwachungs­bänder, das nach der Watergate-Affäre freigegeben wurde, ist folgende Äußerung enthalten: «Homosexuelle sind wie Ratten. Ich frage mich, warum es keine Rattenvertilgungs­mittel für Schwule gibt?» (Du&Ich 10/74)2

Veranstaltungshinweis:
Mi, 16. März ’11, 19:00 Uhr
SALZBURG
«Homophober Moslem, toleranter Westen?»
Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
Rudolfskai 42, Hörsaal 381.
Veranstalter: GRAS Salzburg

  1. Dietmar Kreutzer, Die Chronik der Schwulen: Die siebziger Jahre. Hamburg: Männerschwarm-Verlag, 2007. S. 53. []
  2. Ebd., S. 56. []

Arabo-Islamic Texts on Female Homosexuality, 850 – 1780 A.D.

Donnerstag, August 26th, 2010

Arabo-Islamic Texts on Female Homosexuality, 850 - 1780 A.DÜber die Geschichte weib-weiblicher Liebe in der islamischen Welt gibt es bislang einen eklatanten Mangel an Forschung und ent­sprechender Sekundärliteratur. 2009 ist die Australierin Samar Habib angetreten, dieses Manko mit ihrer nun als Taschenbuch erschienenen Monographie sowie einer ein­schlägigen Quellensammlung endlich zu be­heben. Zu letzterer hier der Klappentext:

Increasingly in mainstream dis­course and rhetoric, there only seems to be one very serious and conservative face to Islam, Muslim communities, and their govern­ments. Mainstream modern Islamic hermeneutics condemn homosexual orientations, sometimes with punishments as severe as death. Nevertheless, there were also instances in Muslim history, culture, and society where religiosity was playful not punitive, where the sexual body was inscribed with markers of pleasure not those of perdition. Exploring instances within the Arabian Islamic Empire that negate impressions about Muslim cultures as eternally monolithic, conservative, and orthodox, we can come to a better and more nuanced understanding of the complexities of former and contemporary Muslim civilizations. The question of gay and lesbian human rights in the Muslim world is a topical and pressing one, and the need now for alternative ways of approaching Islam in the modern world is more important than ever. The answers to today’s modern crisis in human rights for LGBTIQ people lies in looking at the past and highlighting elements that can assist in the creation of a more equitable future. This publication discovers and brings to the English reader an array of surviving texts penned by Muslim scholars discussing female samesex desire. From the tolerant days of the Abbasid caliphate to the celebratory text of Yusuf Tifashi in the thirteenth century and onwards toward growing strictures and greater intolerance, Arabo-Islamic Texts reveals a dynamic and lively discourse on sexuality in the Arabo-Islamic empire. The English translation of a lecture delivered in Arabic in Haifa by Samar Habib is also included in this book.

Olivier Roy: „Die Salafisten wenden sich ja zuallerst gegen die muslimische Kultur“

Freitag, August 20th, 2010

Olivier Roy - Heilige Einfalt Der auf den Islam spezialisierte Religions­soziologe Olivier Roy brilliert im Interview mit den Thesen seines neuesten Buchs Heilige Einfalt: Über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen (2010).

„Die Presse“: Die deutsche Femi­nistin Alice Schwarzer fordert ein totales Verbot der Burka – diese bedeute „den end­gültigen Sieg des politisierten Islam“. Stimmt das?

Olivier Roy: Es ist total absurd. Der politische Islam hat nie die Burka gefordert, im Iran gibt es den Schleier. Jene, die das fordern, etwa die Salafisten, sind gerade nicht in großen Organisationen. Die Burka, das ist der Rückzug auf die individuelle Gläubigkeit, die Sekte, also genau das Gegenteil eines politischen Islam.

Der Westen sieht gemeinhin religiöse Fundamentalisten als sehr traditionsgebunden – Sie sagen in Ihrem neuen Buch, „Heilige Einfalt“, das Gegenteil, es handle sich um „entwurzelte Religionen“. Entwurzelt wovon?

Roy: Von der Kultur. In einer Kultur sind Normen und Symbole nicht von der Religion abgetrennt. […] Die Religion wird dadurch zu einer weichen Religion. […] Nicht alle fasten im Ramadan, aber alle tun so als ob. Als die Päpste die Herren Roms waren, gab es Bordelle – stellen Sie sich vor, man fände heute ein Bordell im Vatikan! Heute trennen sich die zwei Sphären, und zwar in allen Religionen.

Religionen ohne Kultur werden fundamentalistisch, sagen Sie. Dann wäre der Fundamentalismus eine Folge der Säkularisie­rung.

Roy: Das ist er auch. Die Säkularisierung hat die Religion nicht zerstört, sondern isoliert. Die dominante Kultur verliert das religiöse Wissen – mit Atheismus hat das nichts zu tun, die Atheisten des 19. Jahrhunderts, Marx, Freud, kannten die Religion sehr gut. Umgekehrt denkt die Religion die Kultur als etwas Externes und versucht sich allein auf den Glauben zu stellen. […]

Doch extremistische Gruppierungen wie al-Qaida stoßen doch auf gewisses Verständnis auch in traditionellen Gesellschaften.

Roy: Keine einzige politische Gruppierung in den arabischen Ländern unterstützt bin Laden. Seine Basis sind die globalisierten Moslems. Bin Laden ist kein Traditionalist, die Scharia interessiert ihn gar nicht. Er kümmert sich auch einen Dreck um die arabischen Staaten. Soeben hat er eine englischsprachige Seite lanciert – warum? Weil die Leute, die sich für ihn begeistern, eben nicht Arabisch können! Weltweit gibt es immer mehr Konvertiten, gerade unter den Fundamentalisten, al-Qaida besteht zu circa 20 Prozent daraus. Sie sind der sichtbarste Ausdruck der „ent­wurzelten Religionen“.

Der Trend zur Ablösung von der Kultur trifft Ihnen zufolge alle Religionen – im Christentum etwa analysieren Sie die weltweite Ausbreitung der Evangelikalen. Abgesehen von der Politik – was haben diese christlichen Bewegungen mit den islamischen gemeinsam?

Roy: Sie verweigern den Kompromiss, man ist drin oder draußen. Die jeweils bei den Angehörigen der Religion dominante Kultur ist für sie heidnisch – die Salafisten wenden sich ja zuallererst gegen die muslimische Kultur. Es genügt nicht, nominell gläubig zu sein, man befindet sich also nicht mehr in einer Kirche, sondern einer Glaubensgemeinschaft, einer Sekte. Verloren hat man die Kontinuität von Kirche und Gesellschaft inklusive den Nicht­gläubigen. […]

Der Multikulturalismus ist eine Illusion, schreiben Sie, es gehe nicht um Kultur, sondern um Religion. Aber auch Migranten­vertreter sprechen von Kultur und Identität…

Roy: Weil das akzeptiert wird. Aber der Glaube ist keine Identität, der Glaube ist ein Glaube. Das Problem ist, dass man die Spezifität des Religiösen heute nicht sehen will, die Sprache des Glaubens ist unverständlich geworden. Deswegen werden auch die Kirchen zu Sekten – weil die anderen das, was sie motiviert, nicht mehr verstehen.

Vom Mythos des Matriarchats zur modernen Gender-Forschung

Mittwoch, August 18th, 2010

In The Myth of Matriarchal Prehistory – Why An Invented Past Won’t Give Women A Future (2000) fasst die Feministin Cynthia Eller die politische und wissenschaftliche Kritik an der sog. Matriarchats-These bündig zusammen. Für eine „patriarchale Revolution“ in der Vor- und Frühgeschichte indo­europäischer und semitischer Gesellschaften gebe es nicht nur keine Beweise; es lasse sich sogar zeigen, dass die Gesellschaften davor nicht einen Deut weniger androzentrisch, männerdominiert und „patriarchal“ waren als ihre Nachfolger.

So blamiert sich die – jüngst von Thomas Maul wieder aufgewärmte – antisemitische Legende, wonach der von Mohammed adaptierte jüdisch-monotheistische Glaube auf der arabischen Halbinsel „das Patriarchat“ eingeführt habe, schon an der Tatsache, dass eine der wesentlichen Neuerungen des Koran auf dem Feld der Geschlechterverhältnisse im Verbot der bis dahin gebräuchlichen Tötung weiblicher Kleinkinder bestand: Töchter galten in dem von Maul herbeiphantasierten vorislamischen „Matriarchat“ als schlechthin unerwünscht, „weniger wert“ als ihre Brüder. (mehr …)

Sex, Lügen und Huntington

Donnerstag, August 12th, 2010

Einen Hoax, d.h. Schwindel, aufzudecken, bedarf es manchmal nicht mehr als einer gründlichen Überprüfung der Fußnoten. Der Blogger Abdel Kader hat das kürzlich anhand eines 2002 in der Zeitschrift „Bahamas“ erstveröffentlichten und 2007 im Ça-ira-Verlag nachgedruckten Artikels von Natascha Wilting demonstriert: Für ihre frei erfundene Behauptung, muslimische Jungen würden bis zum achten Lebensjahr an der Brust ihrer Mutter gestillt (weshalb sie „das größte psychopathologische Kollektiv“ formten, „das die Welt bis jetzt gesehen hat“), suchte sich die Autorin, nachdem sie dafür mehrfach öffentlich verspottet worden war, einfach eine falsche Quelle.

Gerhard Scheit und Natascha Wilting

Eine rassistische Lüge macht unter "antideutschen" Autoren die Runde: Natascha Wilting in einer Fußnote von Gerhard Scheits "Suicide Attack".

Ein ähnlicher Hoax lässt sich, neben zahlreichen Plagiaten, aber auch in Thomas Mauls „Ahmadinedschad in New York“ finden – ein Aufsatz, der fast die gleiche Publikationskarriere hinter sich hat wie Wiltings „Psychopathologie des Islam“: erstmals 2008 in der BaHamas erschienen, um zwei Jahre später bei Ça ira als siebtes Kapitel seiner Monographie Sex, Djihad und Despotie ein kleines Comeback zu feiern. Und genau wie Wilting scheut auch Maul nicht davor zurück, seine Quellen zu fälschen, wenn es darum geht, rassistische Vorstellungen über den Anderen zu untermauern. So heißt es an entsprechender Stelle:

Zu dieser prekären Zwangshomosexualität [in islamischen Gesell­schaften] schreibt [der schwule Exiliraner Ali] Mahdjoubi: „Es war die Hölle.“1

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  1. Thomas Maul, Sex, Djihad und Despotie (Freiburg: ça ira, 2010), 165. []

Angela Davis: Racism, Homophobia, Intersectionality

Mittwoch, August 4th, 2010

Angela Davis with some inspiring remarks on the occasion of Judith Butler’s refusal to accept the civil courage award from the organizers of Berlin’s gay pride march – some of whom, like Jan Feddersen, have a long record of racist statements given space to in liberal newspapers like the taz:

via NO HOMONATIONALISM

Partial transcript: (mehr …)