Statistischen Vergleichen zufolge habe Schweden die zweithöchste Vergewaltigungs­rate der Welt, 30 Mal so hoch wie die von Indien. In den letzten sieben Jahren habe sich diese Rate sogar beinahe verdreifacht. Ein sogenanntes Faktum, das von der US-Feministin Naomi Wolf in der Assange-Affäre auf eine angeblich distinkte schwedische Vergewaltigungskultur zurückgeführt wurde, von der schwedischen Schriftstellerin und „Islamkritikerin“ Ingrid Carlqvist (Triggerwarnung: Breivik-Style-Rassismus) dagegen auf die Zersetzung der schwedischen Volksgemeinschaft durch die Zuwanderung von Muslimen. Ein Artikel der BBC demonstriert, wie in Wahrheit ausgerechnet das gewachsene feministische Bewusstsein, damit einhergehende Gesetzesänderungen mit veränderten Definitionen des Gegenstands und die höhere Bereitschaft, eine Vergewaltigung bei der Polizei auch wirklich anzuzeigen, Schweden binnen Kurzem zum Vergewaltigungsland Nummer 1 in Europa gemacht haben – wenn auch bloß im Spiegel der Statistik.