Archive for Mai, 2011

PI-News-Leser diskutieren über Homosexualität

Donnerstag, Mai 26th, 2011

"Das hat nichts mit Intoleranz zu tun" (mehr …)

The Fire That Burns (Trailer)

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Muss ick mir ma runterladen!


The Fire That Burns = Gay Themed Preview

Ideologische Kindersoldaten der NATO

Mittwoch, Mai 25th, 2011

In meiner Kindheit haben wir immer den folgenden Reim gesungen: „Benni, geh doch zur Bundeswehr / Benni, hol dir ein Schießgewehr / Benni, dann schießt du alle tot / Benni, du bist ein Voll…“ Nicht anderes fällt mir dazu ein:

Worüber die jW nicht schreibt ist, dass sämtliche Änderungsanträge aus NRW und Hamburg, die die gegenwärtigen Kriege als “neo-imperialistisch” einschätzen, keine Mehrheit gefunden haben. Die Arbeit des BAK Shalom zeigt Wirkung!

Divide et impera: Wie die CDU gegen die Emanzipation von Lesben, Schwulen und Migranten kämpft

Freitag, Mai 13th, 2011

Aktuelle Meldung auf Queer.de: CDU und FDP weigern sich, die von ihnen verantworteten Strafrechtsurteile gegen gleichgeschlechtlich liebende Männer in der Zeit zwischen 1945 und 1994 aufzuheben und die Opfer des § 175 zu entschädigen. Die Begründung liefert der schwu, pardon: ledige FDP-Politiker Jörg van Essen, in dessen Zeit als Staatsanwalt und Oberstaatsanwalt in Hamm bundesweit 2.156 Verurteilungen wegen „homosexueller Handlungen“ fallen. „Mit Stolz schauen wir auf unsere Verfassung und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung“, lobt van Essen das Rechtssystem, unter dessen Fittichen etwa 100.000 rechtskräftige Urteile wegen Unzucht zwischen Männern ausgesprochen wurden. Muss man da nicht ein paar persönliche Kollateral­schäden in Kauf nehmen? Flankenhilfe erhält der Oberst der Reserve in seinem Anschlag auf die Interessen der Opfer des § 175 von dem CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling, der den Grünen-Antrag als den Versuch brandmarkt, „rückwirkend die deutsche Rechtsordnung“ auszuhebeln.

Themenwechsel. Statt sich weiter mit der drolligen Forderung von Schwulen nach historischer Gerechtigkeit zu befassen, möchte sich die CDU in Berlin lieber einem aktuelleren Thema zuwenden. Nachdem Schwule 1994 im Zuge der Rechtsangleichung mit der ehemaligen DDR aus ihrer Rolle als Opfer des CDU-Staats endlich entlassen wurden, möchten die Konservativen sie nunmehr für ihr Projekt eines Ausbaus staatlicher Gewaltsysteme begeistern, und zwar besonders im Hinblick auf die Situation ethnisch Minorisierter. Hierzu soll das „Augenmerk“ verstärkt „auf Herkunft und kulturellen Hintergrund der Täter“ homophober Übergriffe gerichtet werden, um in Fortsetzung der erfolgreichen Integrationspolitik der letzten Jahre die Quote von Migrant_innen in Berliner Strafanstalten weiter anzuheben. Für diesen Zweck bezieht sich die CDU in ihrem Landesparteiprogramm erstmals „stolz auf die Vielfalt der Lebens­entwürfe und Lebensformen in unserer Stadt“, für deren Förderung sich die Partei in der Vergangenheit ja bleibende Verdienste erworben hat (siehe oben!).

Doch das Spiel geht auch andersherum. So versuchte der von der CDU als Gutachter bestellte Verfassungsrichter Prof. Dr. Winfried Kluth (Uni Halle) noch im Mai vergangenen Jahres, die Einführung eines grundgesetzlichen Diskriminierungs­schutzes aufgrund der „sexuellen Identität“ mit dem Argument zu verhindern, dass dieser das Bekenntnis von Muslimen zur deutschen Verfassung erschwere. Ein kluger Schachzug: Auf diese Weise muss sich die CDU ihre eigene Homophobie nicht als solche zurechnen lassen, sondern schiebt Muslime vor, deren angebliche Rückständigkeit man an anderer Stelle zum Vorwand für eine restriktive Einbürgerungs­politik nimmt. Nur dumm, dass der Zentralrat der Muslime gegen dieses fiese Spielchen intervenierte und sich prompt dafür aussprach, den Diskriminierungs­schutz von Schwulen und Lesben im Grundgesetz zu verankern. Dass das auf die Blockade-Haltung der CDU keinerlei Einfluss hatte, versteht sich von selbst…

Staat. Nation. CDU. Scheiße.

Neues zur Schnittstelle zwischen Homophobie und antimuslimischem Rassismus

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Vom 17. bis zum 19. Juni 2011 findet im Waldschlösschen bei Göttingen ein Wochenendseminar zum Thema Homosexualität, Islam, Migration statt. Noch sind einige Plätze frei (Übernachtung und Vollverpflegung inklusive). Anmeldung hier!

Der Text Globalizing Homophobia, der vor wenigen Monaten in englischer Übersetzung erschien, ist auf der Seite der Gruppe Terminal*119 aus Thessaloniki jetzt auch auf Griechisch erhältlich: Η Παγκοσμιοποίηση της Ομοφοβίας.

Vom 27. bis zum 29. Mai bin ich auf der Off_Pride, einem alternativen Queer-Fest in Zürich, vom 2. bis 4. Juni auf einem Kongress gegen antimuslimischen Rassismus in Mainz (Infos bald hier) und vom 8. bis zum 10. Juli auf dem Gaymat-Festival in Luxemburg. Vielleicht sehen wir uns!

Workshops zu den Themen Sexismus, Rassismus, Nationalismus, „Islamkritik“ sowie jede Menge progressiver Musik gibt’s auch auf dem Antifee-Festival, das am 10. und 11. Juni in Göttingen stattfindet.

Missionaries of Hate: Uganda, „Kill the Gays“ und die christliche US-Rechte

Dienstag, Mai 10th, 2011

In den nächsten 48 Stunden könnte die Entscheidung über die sog. „Kill the Gays“ Bill fallen, ein Gesetzentwurf in Uganda, der lebenslange Haft für einfache und die Einführung der Todesstrafe für „erschwerte“ Homosexualität vorsieht. Eine Online-Petition, die bereits 300.000 Menschen unterzeichnet haben, fordert Präsident Yoweri Museveni auf, sein Veto gegen das Gesetz einzulegen. (Wäre schön, wenn du das auch unterschreibst!)

Der folgende Dokumentarfilm beleuchtet auf 45 Minuten die Hintergründe des Gesetzes und die Verstrickung US-amerikanischer Fundamentalisten – jener Missionaries of Hate, die dem Film den Titel gaben – in die Verbreitung einer fanatischen, religiös ideologisierten Form von Homophobie in Afrika.

Ahmad Ghazali (gest. 1126 n.u.Z.) — Aphorismen über die Liebe

Dienstag, Mai 10th, 2011

„O mein Geliebter“, sagte ich, „nun zeige dich,
Enthülle deine Schönheit und beschenke mich!“
Er sprach: „Sei vorsichtig, mein Freund, und hüte dich,
Denn diese Liebe zieht den Dolch und tötet sich.“

***

Die Liebe ist ein Menschenfresser, sie frisst den Menschen mit Haut und Haaren, und wenn sie ihn frisst, wird sie Herr im Lande und übernimmt die Herrschaft. Sie frisst sogar, wenn die Schönheit sich vollendet, die Fremdheit des Geliebten, aber das geschieht erst sehr spät. (mehr …)

Gender Policing and Transphobia

Mittwoch, Mai 4th, 2011

via wendy

Über die ideologischen Verstrickungen rechter und linker „Islamkritik“. Teil 1

Montag, Mai 2nd, 2011

Es ist nicht wirklich neu, dass sich Vertreter der sog. „anti“deutschen Strömung, einer islamfeindlichen Fraktionierung innerhalb der deutschen Linken, seit geraumer Zeit an rechte Populisten heranschmeißen. Das gemeinsame Feindbild „Moslem“ hilft, die ideologischen Gräben zwischen links und rechts zu überbrücken und eine neue Querfront zu begründen. So attestierte, um ein Beispiel zu nennen, das als zentraler Ideologiegeber der „Anti“deutschen fungierende Frontblatt Bahamas dem berüchtigten Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen bereits 2003, im Besitz „vernünftige[r] Einwände gegen die ungebremste Islamisierung“ französischer Vorstädte zu sein.

Konsequenzen hatten diese regelmäßigen Sympathiebekundungen für Faschisten nie: So störte sich das Leipziger Jugendzentrum „Conne Island“ bei seiner jüngsten Ausladung eines Bahamas-Redakteurs nicht etwa an der Nähe der Zeitschrift zur Neuen Rechten und deren rassistischer „Islamkritik“, sondern lediglich an dem pöbelnden Ton, mit dem der Oberwirrkopf der „Anti“deutschen gegen Feministinnen und „hässliche Linke“ zu Felde zog.

Bahamas-Karikatur

Bahamas sieht sich als Opfer einer Verschwörung von Linken und Muslimen

Eine zentrale Rolle für die massenhafte Verbreitung dieser Ideologie spielt die sich selbst als links betitelnde Wochenzeitung Jungle World. Seit zehn Jahren bietet sie Bahamas-Redakteuren, ungeachtet aller Kritik, eine Plattform zur Verbreitung ihrer rassistischen Ansichten. So hob die Zeitung erst unlängst einen Autoren dieser Zeitschrift in die Position des Leiters ihres Dossiers. Nicht von ungefähr erschien dort kurze Zeit später der Vorabdruck eines Kapitels aus dem kulturrassistischen Machwerk Sex, Djihad und Despotie (Maul 2010) – ein Buch, bei dem es sich um den Versuch des Bahamas-Autors Thomas Maul handelt, sich die Thesen des rechtsradikalen Islamwissenschaftlers Hans-Peter Raddatz und seines Werkes Allahs Schleier (Raddatz 2004) für die postantideutsche Ideologiebildung produktiv anzueignen. (mehr …)

May Day – International Day of Action against Capitalism!

Sonntag, Mai 1st, 2011

via fire and flames