Monatsarchiv für Mai 2010

Elderly Gay Couple Forcibly Separated, Abused and Robbed

In dem ansons­ten eher mit­tel­mä­ßi­gen Strei­fen "The Sum of Us" (Aus­tra­lien, 1994) gibt es eine ziem­lich ein­drucks­volle Szene, in der sich einer der Prot­ago­nis­ten in einem Flash­back an die gewalt­same Tren­nung sei­ner gebrech­li­chen, alten Mut­ter von ihrer Gelieb­ten erin­nert. Ihre Bezie­hung wird von ihrer Fami­lie "igno­riert", wie nicht vor­han­den betrach­tet, um sie allein im Alters­heim unter­brin­gen zu kön­nen. Kurze Zeit spä­ter ver­stirbt sie dort. Die­ser ulti­ma­tive, auf einer wah­ren Bege­ben­heit beru­hende und bis dahin noch ganz uner­zählte homo­phobe Alp­traum ist jetzt in Kali­for­nien ein wei­te­res Mal Wirk­lich­keit geworden:

"Clay and his part­ner of 20 years, Harold, lived in Cali­for­nia. Clay and Harold made dili­gent efforts to pro­tect their legal rights, and had their legal paper­work in place—wills, powers of attor­ney, and medi­cal direc­tives, all naming each other. Harold was 88 years old and in frail medi­cal con­di­tion, but still living at home with Clay, 77, who was in good health.

"One eve­ning, Harold fell down the front steps of their home and was taken to the hos­pi­tal. (Click here to continue…)

The English Defence League uncovered

For­med less than a year ago, the English Defence Lea­gue has become the most signi­fi­cant far-right street move­ment since the Natio­nal Front. The Guar­dian spent four months under­co­ver with the move­ment, and found them gro­wing in strength and plan­ning to tar­get some of the UK's big­gest Mus­lim communities.

Moby — Wait For Me

via gedan­ken­spiel­raum

Women's resistance in Saudi Arabia

SAUDI ARABIA: Woman opens fire on reli­gious police offi­cers. "… now they have to pay the price for the humi­lia­tion they put people through for years and years," she said. "This is just the begin­ning and there will be more resis­tance." LA Times, 10 May 2010.

Antisemitischer Übergriff auf 17-jährigen Israeli

Ein Neo­na­zian­griff auf einen jun­gen Israeli in Sachsen-Anhalt setzt eine Fami­li­en­tra­gö­die fort. Tages­spie­gel und Frank­fur­ter Rund­schau berichten.

Rassistische Hetze heute

"Was die den­ken, die nicht den­ken". Cig­dem Akyol über anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus in der BRD (via anders­deutsch).

TBC — Roland Koch ist tot

Tor­sun hat die­ses Lied­chen schon Ende der 90er anläss­lich der Kam­pa­gne des "Hes­sen­hit­ler" gegen die dop­pelte Staats­bür­ger­schaft gebas­telt. Auf eine Weise ist es jetzt wie­der hoch­ak­tu­ell … ;)

PI-Voyeure

"Ich z.B. lese hin und wie­der gerne mal PI, um mich an den dort zur Schau gestell­ten per­sön­li­chen Defor­ma­tio­nen in den Kom­men­tar­spal­ten zu ergöt­zen. Das ist wahr­lich ein Zoo der Mons­tro­si­tä­ten." (limited)

Quo vadis, Leipzig? — oder: "Nie wieder Antira!"

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem gar nicht ein­mal so ver­schwie­ge­nen Ras­sis­mus der radi­ka­len Lin­ken hat nun anschei­nend auch in Leip­zig begon­nen, einer Stadt, deren Szene durch eine jah­re­lang prak­tisch unbe­strit­tene Vor­herr­schaft der sog. anti­deut­schen Strö­mung geprägt ist — die ich per­sön­lich aller­dings nicht so dif­fe­ren­ziert und ver­dienst­voll wahr­nehme wie der fol­gende, inhalt­lich gleich­wohl sehr emp­feh­lens­werte Text:

Wie (Anti)Deutsche Ras­sis­mus ein­fach wegdefinieren

So wich­tig die anti­deut­sche Kri­tik für die Leip­zi­ger radi­kale Linke in Bezug auf Anti­se­mi­tis­mus war, so fatal hat sich ihr Ein­fluss auf die Pro­ble­ma­ti­sie­rung von Ras­sis­mus aus­ge­wirkt. Die anti­deut­sche Ver­wei­sung von Geschlech­ter­herr­schaft in andere, vor­nehm­lich mus­li­misch geprägte Län­der unter Aus­blen­den und Bestrei­ten von Hete­ro­se­xis­mus in West­eu­ropa und in den eige­nen Sozia­li­sa­ti­ons­zu­sam­men­hän­gen, wird zumin­dest von femi­nis­ti­schen Grup­pen, wie dem afbl kri­ti­siert. Das mit 9/11 ein­set­zende anti­deut­sche Antira-Bashing hat dage­gen wei­test­ge­hend zur Ver­ban­nung des The­mas Ras­sis­mus aus lin­ker Kri­tik und Poli­tik in Leip­zig geführt. Mehr noch als Femi­nis­mus gilt (Anti)Rassismus heute gro­ßen Tei­len der Leip­zi­ger Lin­ken als Ste­cken­pferd ner­ven­der Sprachpolizist_innen oder als Vor­wand für soge­nannte Kulturrelativist_innen, sich nicht mit Anti­se­mi­tis­mus und Isla­mis­mus aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen. Im Zuge der Dis­kus­sio­nen um die Posi­tio­nen vom AK 2009 und INEX zur Ver­fasst­heit des wie­der­ver­ei­nig­ten Deutsch­lands wird die Dele­gi­ti­mie­rung anti­ras­sis­ti­scher Kri­tik nun ver­kom­plet­tiert durch das Weg­de­fi­nie­ren von Ras­sis­mus. Die Beschäf­ti­gung mit ras­sis­ti­schen Zustän­den in Deutsch­land und West­eu­ropa wird als uneman­zi­pa­to­risch und unnö­tig gebrand­markt oder gar als eine der „gefähr­lichs­ten Bas­tio­nen des Antih­u­ma­nis­mus inner­halb der Lin­ken“ denun­ziert. Sol­cher­art Dele­gi­ti­mie­rungs­re­t­ho­rik lie­fert gleich­zei­tig eine per­fekte Ent­schul­di­gung für weiße deut­sche Linke, sich nicht mit den eige­nen ras­sis­ti­schen Pri­vi­le­gien und Pro­jek­tio­nen aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen. Ent­spre­chend wird Ras­sis­mus vom größ­ten Teil der Leip­zi­ger Lin­ken expli­zit oder impli­zit aus­schließ­lich als Pro­blem ost­zo­na­ler Nazis behandelt.

(Wei­ter­le­sen…)

"They're not simply war criminals, they're fools!"

In Janu­ary 2009, Sir Gerald Kauf­man, Zio­nist, son of Ortho­dox Jewish Holo­caust sur­vi­vors, Bri­tish Labour poli­ti­cian and a Mem­ber of Par­lia­ment since 1970, held this impres­sive speech before the House of Com­mons on the "war" that was then being waged against the people in Gaza:


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