Ein kleiner Hinweis auf drei kommende Vorträge (inkl. Diskussion) zum Thema „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt„:

Homophober Moslem, toleranter Westen?GÖTTINGEN
Mo, 26. Oktober ’09, 20:00 Uhr
Apex pro Art e.V.
Burgstr. 46
Veranst.: Gruppe 180°

BERLIN
So, 8. November ’09, 19:30 Uhr
Sonntagsclub
Greifenhagener Str. 28
Veranst.: „Wir sind Pankow“

WIEN
Do, 12. November ’09, 19:30 Uhr
Uni-Campus (Aula)
Spitalgasse 2-4 (Hof 1), 9. Bezirk
Veranst.: QWIEN

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder in den Blickpunkt der Medien, und wenn sich hierzulande deklassierte Halbstarke aggressiv gegenüber Schwulen zeigen, fragt man reflexhaft nach ihrem „kulturellen Hintergrund“. Dabei ist die klassische türkische und arabische Liebeslyrik voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des „aufgeklärten“ Abendlands vergeblich sucht.

Angesichts dieses Widerspruchs zeichnet der Referent die Konzepte mann-männlicher Liebe und Lust in christlichen und muslimischen Gesellschaften vergleichend nach. Er zeigt den historischen Anteil des Westens an der Formierung antihomosexueller Diskurse in der islamischen Welt und belegt, dass auch in Deutschland – trotz aller gegenwärtigen Liberalität – von einer Auflösung des heteronormativen Korsetts keine Rede sein kann.